Dieselgate und kein Ende

Der geschäftsführende deutsche Bundesverkehrsminister Christian Schmidt kritisiert das Nein der ausländischen Autobauer zu einer Beteiligung am vorgesehenen Fonds für saubere Luft in Städten.

Fahrzeuge im Verkehrsstau (Illustrationsbild: Jonas Hamers/Belga)

Illustrationsbild: Jonas Hamers/Belga

Der Importeurverband hatte sich zuvor erneut gegen Forderungen gewandt, in einen von der Bundesregierung geplanten Fonds von bis zu einer Milliarde Euro einzuzahlen. Dieser Verband argumentiert, die Reduktion der Emissionen sei eine Aufgabe des Staates und nicht der Hersteller.

Die Affäre um schmutzige Diesel-Abgase ist an BMW bisher weitgehend vorbei gegangen. Zu Unrecht, findet die Deutsche Umwelthilfe. Sie verweist dabei auf eigene Abgas-Messungen: Die Abgasrückführung werde ab 3.500 Motor-Umdrehungen komplett abgeschaltet – diese Drehzahl erreiche man etwa bei 70 Stundenkilometern im dritten Gang oder bei 112 Stundenkilometern im fünften Gang. Nach Rechtsauffassung der Umwelthilfe sind solche Abschalteinrichtungen, die dauerhaft aktiviert werden, nicht legal.

BMW wehrt sich gegen die Vorwürfe. „Wenn ein Tester bewusst und zielgerichtet untypische Fahrweisen im Randbereich erzwingt, um plakative Emissionswerte zu konstruieren, dann hat das Züge einer gezielten Kampagne.“

dpa/fs