Stoltenberg nicht euphorisch über Nobelpreisvergabe

Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg reagiert zurückhaltend auf die Vergabe des Friedensnobelpreises an die Internationale Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen (Ican) .

Diese unterstützt den UN-Vertrag zum Verbot von Atomwaffen. Der Vertrag bringe das Ziel einer Welt ohne Nuklearwaffen aber nicht näher, kritisiert Stoltenberg. In Wahrheit gefährde er sogar die Fortschritte bei der Abrüstung und Nichtweiterverbreitung von Atomwaffen.

„Die Nato bedauert es, dass die Voraussetzungen für nukleare Abrüstung derzeit nicht vorteilhaft sind“, kommentierte Stoltenberg. Solange Atomwaffen existierten, werde die Allianz ein atomares Bündnis bleiben.

Der UN-Vertrag zum Verbot von Atomwaffen war im Juli unterzeichnet worden und wird von 122 Staaten unterstützt. Die vermutlich neun Atommächte sowie fast alle Nato-Staaten hatten die Verhandlungen über den Vertrag allerdings boykottiert. Als Grund wurde genannt, die Verhandlungen könnten nichts ändern, da nicht alle Atommächte mitwirkten.

dpa/fs

Kommentar hinterlassen
Keine Kommentare
Kommentar hinterlassen

Ihre Email-Adresse wird niemals veröffentlicht!
Pflichtfelder sind mit * gekennzeichnet.
Bitte beachten Sie unsere Richtlinien zu Kommentaren.

Restl. Anzahl Wörter: 150