US-Minister Mattis in Kabul: „Wir geben diesen Kampf nicht auf“

Der afghanische Präsident Aschraf Ghani hat die Nato-Länder aufgefordert, für das Training der afghanischen Streitkräfte mehr Truppen nach Afghanistan zu schicken.

Der afghanische Präsident Aschraf Ghani mit Nato-Chef Jens Stoltenberg (l.) und US-Verteidigungsminister James Mattis (r.) bei einer Pressekonferenz in der afghanischen Hauptstadt Kabul

Der afghanische Präsident Aschraf Ghani mit Nato-Chef Jens Stoltenberg (l.) und US-Verteidigungsminister James Mattis (r.) bei einer Pressekonferenz in der afghanischen Hauptstadt Kabul

Sie sollten dem Beispiel der USA folgen, sagte Ghani bei einer Pressekonferenz mit Nato-Chef Jens Stoltenberg und US-Verteidigungsminister James Mattis in der afghanischen Hauptstadt Kabul.

Stoltenberg und Mattis waren überraschend am Mittwoch in Kabul eingetroffen. Sie wollten offenbar die neue Afghanistanstrategie der USA und den verstärkten Nato-Einsatz vorstellen.

Die Strategie sieht nach Jahren des Abzugs von internationalen Soldaten eine Aufstockung von mindestens 3.000 US-Soldaten vor. Stoltenberg sagte, auch viele Nato-Länder hätten eine Verstärkung ihrer Kontingente versprochen. Eine Gesamtzahl nannte er aber nicht. Er warnte, wegen der Sicherheitslage könnte Afghanistan wieder im Chaos versinken und erneut zu einem Hort extremistischer Gruppen werden.

Die Sicherheitslage hat sich zuletzt deutlich verschlechtert. Die radikalislamischen Taliban sollen mittlerweile wieder rund elf Prozent des Landes kontrollieren. Weitere 30 Prozent sind umkämpft. James Mattis sagte, die USA würden den Kampf nicht aufgeben.

dpa/est

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