Der 22-jährige Joussef Zaghba, ein Italiener marokkanischer Herkunft, habe zuletzt in Ost-London gelebt. Anders als in italienischen Medien berichtet wurde, sei Zaghba aber weder der Polizei noch dem Inlandsgeheimdienst MI5 bekannt gewesen.
Die Polizei hatte bereits am Montag die anderen beiden Täter identifiziert. Demnach handelt es sich um einen 27-jährigen Briten mit pakistanischen Wurzeln und einen 30-Jährigen, der sich als Marrokaner und Libyer ausgegeben hatte. Einer der beiden sei der Polizei und dem MI5 bekannt gewesen. Trotz seiner radikalen Ansichten arbeitete er 2016 mehrere Monate für die Londoner U-Bahn. Die Sicherheitskräfte stuften ihn als nachrangig ein.
Die beiden Islamisten wurden, genauso wie der dritte Attentäter, von der Polizei erschossen, nachdem sie sieben Menschen getötet und 48 verletzt hatten.
Wie die Polizei am späten Montagabend mitteilte, wurden die insgesamt zwölf Männer und Frauen ohne Anklage freigelassen.
Bei einer Mahnwache haben Tausende Menschen in der Nähe des Tatorts der Opfer des Anschlags vom Samstagabend gedacht. Am Mittag haben mit einer landesweiten Schweigeminute der sieben Todesopfer des Anschlags vom Samstag gedacht. Die Fahnen wehten auf Halbmast.
Unterdessen wird Kritik an den Sicherheitsbehörden laut. Ihnen wird vorgeworfen, einen der mutmaßlichen Attentäter trotz seiner bekannten radikalen Gesinnung nicht umfassender kontrolliert zu haben. Der in Pakistan geborene Brite war in einer Fernseh-Dokumentation mit einer Flagge der Terrororganisation "Islamischer Staat" zu sehen. Außerdem soll er Verbindungen zu einem der Attentäter des Londoner Terroranschlags von 2005 gehabt haben.
br/dpa/fs/rkr - Bild: Chris J. Ratcliffe/AFP