Island nach Wahlen vor schwieriger Regierungsbildung

Bei der Parlamentswahl in Island hat die Regierung aus Rechtsliberalen und Konservativen ihre Mehrheit verloren. Das steht nach Auszählung fast aller Stimmen fest.

Noch-Premier Sigurdur Ingi Johannsson bei der Wahl

Noch-Premier Sigurdur Ingi Johannsson bei der Wahl

Aber auch ein von der Piratenpartei angestrebtes Viererbündnis mit Links-Grünen, Sozialdemokraten und der Partei Bright Future (Glänzende Zukunft) kommt wohl nicht auf die dafür erforderlichen 32 Sitze im isländischen Parlament. Wer künftig in dem Inselstaat regiert, ist deshalb am Tag nach der Wahl unklar. Beobachter erwarten schwierige Koalitionsverhandlungen.

Als Wahlsieger feierten sich die Konservativen, die voraussichtlich künftig mit 21 Sitzen im Parlament vertreten sein werden. Den rechtsliberalen Regierungspartner, die Fortschrittspartei, straften die Wähler dagegen gnadenlos ab. Sie verliert voraussichtlich elf ihrer 19 Sitze.

dpa/sh - Bild: Halldor Kolbeins/AFP