Tötung von Zivilisten im Jemen: UN-Kommissar fordert Ermittlungen

Die Tötungen Tausender Zivilisten im Bürgerkrieg im Jemen muss nach Überzeugung von Menschenrechtsexperten unabhängig untersucht und international strafrechtlich verfolgt werden.

Junge jemeniten mit Waffen am 18.5. in der Hauptstadt Sanaa

Junge Jemeniten mit Waffen am 18.5. in der Hauptstadt Sanaa

Entsprechende Forderungen erhoben der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Al-Hussein, und die Organisation Human Rights Watch. Im Jemen seien seit März vergangenen Jahres mindestens 3.800 Zivilisten getötet und 6.700 verletzt worden, erklärte Al-Hussein bei der Vorstellung eines UN-Berichts zur Lage in dem südarabischen Land.

Das Dokument listet zahlreiche willkürliche Angriffe auf Zivilisten vor. Dazu gehörten Bombardierungen von Wohngebieten, Märkten, Krankenhäusern und Schulen. Zivilisten seien mit Streubomben und Landminen sowie von Heckenschützen getötet worden. Zudem seien Kinder zwangsrekrutiert und als Kämpfer eingesetzt worden.

Dem UN-Bericht zufolge leiden 7,6 Millionen Jemeniten an Unterernährung, drei Millionen seien aus ihren Wohnorten vertrieben worden.

dpa/mh - Bild: Mohammed Huwais (afp)

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