Cousin von französischem Kirchen-Attentäter kannte Pläne

Der Cousin eines der islamistischen Angreifer aus einer französischen Kirche hat nach Angaben der Ermittler von einer bevorstehenden Gewalttat seines Verwandten gewusst. Ein Ermittlungsrichter eröffnete am Sonntag ein Anklageverfahren gegen den 30-Jährigen und ordnete Untersuchungshaft an, wie die Pariser Staatsanwaltschaft bekanntgab.

Rosenkranz und Nationalflagge vor der Kirche Saint-Etienne-du-Rouvray, in der der Priester am 26. Juli umgebracht wurde

Rosenkranz und Nationalflagge vor der Kirche Saint-Etienne-du-Rouvray

Die Justiz wirft ihm Beteiligung an einer terroristischen Vereinigung vor. Der Mann habe nach dem derzeitigen Ermittlungsstand Kenntnis vom Vorhaben seines Cousins Abdel-Malik Petitjean zu einer unmittelbar bevorstehenden Gewalttat gehabt.

Die Staatsanwaltschaft hatte zuvor auch ein offizielles Ermittlungsverfahren zu dem Anschlag am vergangenen Dienstag eröffnet. Petitjean und sein Komplize Adel Kermiche hatten in einer Kirche in der Normandie Geiseln genommen und den 85 Jahre alten Priester ermordet, die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) beanspruchte die Tat für sich.

Gegen einen weiteren Mann aus dem Umfeld Petitjeans wurde ebenfalls ein Anklageverfahren eröffnet. Dem 20-Jährigen werfen die Ermittler vor, im Juni gemeinsam mit Petitjean versucht zu haben, nach Syrien zu reisen.

dpa/rkr/mg - Illustrationsbild: Charly Triballeau/AFP

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