EM-Sicherheit: Frankreichs Behörden ziehen positive Zwischenbilanz

Trotz Hooligan-Gewalt hat die französische Regierung eine positive Zwischenbilanz der Sicherheitslage bei der Fußball-Europameisterschaft gezogen. Mit Ausnahme der Ausschreitungen um das Spiel England gegen Russland in Marseille hätten die Sicherheitsvorkehrungen einen guten Verlauf des Turniers erlaubt.

Französische Polizisten vor dem Stadion in Lille

Das erklärte das Innenministerium am Montag nach einem Treffen des Krisenzentrums für die EM-Sicherheit mit. Die Bilanz sei insgesamt positiv.

Seit Beginn der Fußball-Europameisterschaft wurden in Frankreich 557 Menschen vorläufig festgenommen, 344 davon mussten für längere Zeit in Polizeigewahrsam. 21 Festgenommene wurden bereits zu Gefängnis verurteilt, 6 weitere zu Haftstrafen auf Bewährung. Die Behörden wiesen zudem 25 ausländische Fans aus.

Innenminister Bernard Cazeneuve und Sportminister Kanner sprachen bei dem Treffen auch mit EM-Organisationschef Jacques Lambert über wiederholte Probleme innerhalb von Stadien. So waren etwa beim Spiel Albanien-Rumänien am Sonntag Bengalos gezündet und Gegenstände geworfen worden. Innerhalb der Spielstätten ist nicht der Staat für die Sicherheit zuständig, sondern die Turnierorganisatoren.

dpa/est - Bild: Franck Fife (afp)

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