Rückfälliger „Museumsplünderer“ wieder hinter Gitter

Einmal Kunstdieb, immer Kunstdieb: Für Stéphane Breitwieser gilt dieser Spruch unbedingt. Er kann es nicht lassen und hat über seine diebischen Streifzüge 2006 sogar ein Buch veröffentlicht. Jetzt wurde er erneut verurteilt. 

Der als notorischer Museumsplünderer bekannt gewordene Elsässer Stéphane Breitwieser (l.) am 6.1.2005

Der als notorischer Museumsplünderer bekannt gewordene Elsässer Stéphane Breitwieser (l.) am 6.1.2005

Der als notorischer Museumsplünderer bekannt gewordene Elsässer Stéphane Breitwieser ist wieder hinter Gitter. Der heute 41-Jährige sei wegen des Diebstahls von acht Gemälden und Statuetten am Montag zu drei Jahren Haft verurteilt worden, bestätigte ein Sprecher des Straßburger Landgerichts am Dienstag. Breitwieser wurde für schuldig befunden, die Kunstwerke bei Versteigerungs-Ausstellungen in Frankreich, Deutschland und Belgien entwendet zu haben, darunter auch eine Gallé-Vase 2007. Zuletzt war Breitwieser nach über einjähriger Haft wegen Kunstdiebstählen in europäischen Museen und Galerien 2012 aus dem Gefängnis entlassen worden. Er hatte einen Großteil seiner Beutezüge gestanden.

Schlagzeilen machte Breitwieser bereits vor etwa zwölf Jahren – als einer der größten Museumsräuber aller Zeiten. Zwischen 1994 und 2001 hatte er aus Museen in Frankreich, Deutschland und der Schweiz Gemälde im Wert von schätzungsweise zehn Millionen Euro gestohlen. Gefasst wurde er eher zufällig und saß dann bis 2005 für mehrere Jahre in Schweizer und französischen Gefängnissen. Auch Breitwiesers Mutter machte sich mitschuldig. Sie soll seinerzeit unschätzbar wertvolle Kunstobjekte zerschlagen, ins Wasser oder in den Müll geworfen haben, um Spuren zu beseitigen.

Der chronische Dieb, Großneffe des elsässischen Malers Robert Breitwieser (1889-1975), hatte sich immer als Kunstkenner dargestellt und abgestritten, die Gemälde aus Gewinnsucht gestohlen zu haben.

dpa - Bild: Christian Hartmann (epa)

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