Bergoglio fährt auch als Papst Bus

Wie alle anderen Kardinäle ist Papst Franziskus am Mittwoch mit dem Bus in die Unterkunft gefahren. Auch auf den roten Schulterumhang mit Hermelin habe der neue Heilige Vater verzichtet, erzählte der österreichische Kardinal Christoph Schönborn.

Kardinal Christoph Schönborn

Kardinal Christoph Schönborn

Der Argentinier Jorge Mario Bergoglio ist auch in seinen ersten Stunden als Papst Franziskus seinem einfachen Lebensstil treu geblieben: Statt mit der bereitgestellten Limousine fuhr er wie die anderen Kardinäle mit dem Bus in die Unterkunft.

„Das hat gerade die Mitarbeiter beeindruckt“, erzählte der österreichische Kardinal Christoph Schönborn der österreichischen Nachrichtenagentur APA am Donnerstag in Rom. Auch auf den roten Schulterumhang mit Hermelin habe der neue Heilige Vater verzichtet.

Der Kardinal und Wiener Erzbischof nannte die Wahl von Franziskus eine „positive Überraschung“. „Die Namenswahl ist Programm“, sagte der Geistliche, der selbst als möglicher Kandidat galt. Er erwarte von Franziskus ein von Einfachheit und Unkompliziertheit geprägtes Pontifikat, so Schönborn.

Franziskus sei ein sehr „freier“ Geistlicher, der vor allem den Armen sehr nahe stehe und ein konkretes Gespür für die Not der Menschen habe: „Er ist ein Papst, der sicher noch manche Überraschungen bereit hält.“

Papst Franziskus holt selbst Gepäck ab und zahlt Rechnung

Jorge Mario Bergoglio holte am Tag nach seiner Wahl zum Papst am Donnerstagmorgen höchstpersönlich sein Gepäck in seinem Gästehaus in Rom ab, wo er es vor dem Konklave zurückgelassen hatte. Das sagte Vatikan-Sprecher Federico Lombardi am Donnerstag in Rom. „Er hat die Rechnung selbst bezahlt, um mit gutem Beispiel voran zu gehen“, ergänzte er.

dpa - Bild: Dieter Nagl (afp)