Bürgermeisterin Mayte Parra für 24 Stunden symbolisch abgesetzt und "Steuern" für den guten Zweck eingetrieben.
Eine Schlacht mit drei Tonnen Mehl, Tausenden von Eiern und sehr vielen Knallfröschen haben sich die Bewohner einer Kleinstadt in Spanien geliefert. Wie jedes Jahr am 28. Dezember feierte die Gemeinde Ibi an der Costa Blanca am Freitag das Fest der "Els Enfarinats", das Fest der "Mehlmänner". Bunt und ulkig verkleidete Männer mit mehlverschmierten Gesichtern setzten Bürgermeisterin Mayte Parra für 24 Stunden symbolisch ab und übernahmen in Ibi die Macht.
Bei dem über 200 Jahre alten Brauch wird in der 24.000-Einwohner-Stadt knapp 40 Kilometer nördlich von Alicante Geld für wohltätige Zwecke gesammelt. Dieses Jahr kommen die eingetriebenen "Steuern" nach Angaben der Organisatoren einem Altersheim zugute. Der 28. Dezember, der Tag der unschuldigen Kinder, hat in Spanien eine ähnliche Funktion wie der 1. April.
dpa - Bild: Jaime Reina (afp)