Wer leidet an Paraskavedekatriaphobie?

Weiß jemand was Paraskavedekatriaphobie ist? Dieses schwierige Wort bezeichnet die Angst vor Freitag, dem 13. Also der Angst, dass einem an diesem Tag ein Unglück passiert.

Wer hat Angst vor Freitag, den 13?

Das Wort kommt ursprünglich aus dem Griechischen, „paraskave“ steht für Freitag, „dekatria“ bedeutet dreizehn und „phobie“ bedeutet Angst. Der Aberglaube, dass einem an diesem Tag etwas Schlimmes passiert hat allerdings kulturhistorische Gründe.

Die 13 gilt in christlich geprägten Gesellschaften generell als Zahl des Teufels. Auch in Abgrenzung zur heidnischen Vergangenheit. Dort war die 13 nämlich heilig, unter anderem weil deren Kalender 13 Monate hatte. Mit den Christen ging’s für die 13 dann aber bergab. Dort ist die 12 beliebt. Es gibt 12 Apostel, 12 Monate im Jahr, 2×12 Stunden für einen Tag.

Woher genau die Angst vor Freitag dem 13. kommt kann man heute allerdings nicht mehr eindeutig sagen. Sicher ist, dass der Aberglaube um den Freitag von den Christen ab dem Mittelalter verbreitet wurde. Sie erzählten zum Beispiel, dass Jesus an einem Freitag gekreuzigt wurde, und auch dass Adam und Eva am Freitag aus dem Paradies vertrieben wurden. In Kombination ergeben Freitag und 13 dann besonders viel Stoff, um Leuten Angst einzujagen.

Es gibt tatsächlich Leute, die an solchen Tagen nicht reisen, alle ihre Termine absagen oder erst gar nicht aus dem Bett kommen. Und davon sind mehr Menschen betroffen als man denkt,.das nachrichtenmagazin“Der Spiegel“ hat dies mal für Deutschland ausgewertet und herausgefunden, dass sich am Freitag den 13. drei bis fünf mal so viele Menschen krank melden, wie sonst.

Ob der Freitag, der 13. tatsächlich ein Unglückstag ist, muss dann jeder für sich selbst entscheiden. Laut Versicherungen ist er das eher nicht. Anscheinend verhalten sich an diesem Tag nämlich viele Menschen vorsichtiger, ob jetzt bewusst oder unbewusst. Die Statistiken sagen ganz klar, dass es an einem Freitag, den 13. wesentlich weniger Schadensfälle gibt.

Anne Kelleter - Foto: Nicholas Maeterlinck/Belga