Brasiliens Staatschef Lula da Silva stellt sich für eine vierte Amtszeit zur Wahl. Er fühle sich topfit, sagte der 80-Jährige auf dem Parteitag seiner linken Arbeiterpartei in São Paulo.
Nach der brasilianischen Verfassung darf ein Präsident einmal direkt für eine zweite Amtszeit in Folge wiedergewählt werden. Lula ist seit 2023 erneut Präsident und hatte das Amt bereits von 2003 bis 2010 inne.
Lulas wichtigster Herausforderer ist der rechte Senator Flávio Bolsonaro. Der älteste Sohn des wegen eines versuchten Staatsstreichs zu mehr als 27 Jahren Haft verurteilten Ex-Präsidenten Jair Bolsonaro wurde vergangene Woche von dessen Liberaler Partei (PL) als Kandidat nominiert.
Die Familie Bolsonaro pflegt enge politische Beziehungen zu US-Präsident Donald Trump, Flávio gilt allerdings als weniger populär als sein Vater und kann bislang nicht auf die geschlossene Unterstützung des konservativen Lagers zählen.
Die Präsidentschaftswahl findet am 4. Oktober statt. Wenn kein Kandidat die absolute Mehrheit erreicht, gibt es eine Stichwahl am 25. Oktober.
dpa/jp/est