Seit 2003 ist das Unternehmen Heiko mit seinen rollenden Supermärkten neben Deutschland und Luxemburg auch in der Eifel unterwegs, jetzt startet mit dem 24-Stunden-Supermarkt an der Prümer Straße ein neues Kapitel für das Unternehmen. Auf knapp 400 Quadratmetern kann man rund um die Uhr Besorgungen machen.
"Das ist für mich ein spannender Moment. Der Ursprung, um hier nach Belgien zu kommen, ist ja der Bereich Drogerieartikel. Die können wir hier zu deutlich günstigeren Preisen anbieten als die Mitbewerber. Das beruhigt mich ein bisschen", sagt Heiko-Geschäftsführer Oliver Hofrath.
Der Supermarkt kommt fast ohne Personal aus. Personal einsparen sei aber nicht das Ziel. "Es ist so, dass man gerne Personal einstellen würde, wenn man es bekommt. Die Erfahrung haben wir ja gerade bei unseren rollenden Supermärkten. Da könnten wir deutlich mehr machen, wenn wir das entsprechende Personal hätten."
Eine Person kümmert sich regelmäßig darum, dass die Regale mit den knapp 4.500 Artikeln gefüllt sind. Die neue Wahre wird vom Lager der Firma in der deutschen Eifel angeliefert. Ansonsten ist der Kunde im Geschäft allein unterwegs.
Am Eingang muss man eine EC-Karte, Kreditkarte oder NFC-fähiges Handy scannen lassen. Danach kann man eintreten, einkaufen, die Produkte selbst scannen, bezahlen und den Laden wieder verlassen. Die Geschäftsfläche wird dabei logischerweise kameraüberwacht, dennoch beruht das Prinzip auch auf Vertrauen.
"Es ist schon so, dass ein gewisser Prozentsatz an Schwund dabei ist, aber den haben Sie auch in einem normalen Supermarkt. Man geht schon davon aus, dass der größte Teil der Kunden doch ehrlich ist und die Artikel ordentlich scannt."
Für Heiko-Geschäftsführer Oliver Hofrath ist es aktuell eine spannende Zeit. Mit der Eröffnung des ersten 24/7-Supermarktes in dem ehemaligen Autohaus in St. Vith wagt sich das Unternehmen auf ein neues, nicht ganz bekanntes Terrain. In Thüringen war Hofrath auf diese besondere Art der Supermärkte gestoßen. "Ich war mir dieses Projekt dort anschauen und hab hinter die Kulissen geblickt. Dann war der Beschluss relativ schnell klar, dass dieses Konzept auch zu uns passt."
Nach dem Supermarkt in St. Vith geht es für das Unternehmen in Pronsfeld auf deutscher Seite gleich weiter mit einem etwas kleineren Markt. Weitere Märkte könnten folgen, denn die Nachfrage sei in der deutschen Eifel groß. Jetzt liegt der Fokus aber erst mal auf St. Vith und den ersten 24-7 Supermarkt der Region.
Robin Emonts


