Online-Plattform für Hilfe der Feuerwehr bei Sturm oder Überschwemmung landesweit verfügbar

Menschen, die nicht-dringende Hilfe der Feuerwehr bei Sturm oder Überschwemmung benötigen, können diese seit Freitag über einen neuen landesweiten Onlineschalter anfordern. Das hat das Innenministerium per Kommuniqué mitgeteilt.

Sturmschäden in Born (Bild: Stephan Pesch/BRF)

Sturmschäden in Born (Archivbild: Stephan Pesch/BRF)

Das Konzept war seit Januar in Zusammenarbeit mit allen Hilfeleistungszonen Ostflanderns getestet worden, bevor es nun auch für den Rest des Landes verfügbar gemacht worden ist.

Unter 1722.be kann Unterstützung angefordert werden. Die Digitalisierung der Notrufnummer 1722 stelle einen neuen Schritt dar, um eine effiziente, zweckmäßige und intelligente Hilfe leisten zu können, so Innenministerin Annelies Verlinden (CD&V).

Der Onlineschalter solle dabei helfen, die Situation bei Bedarf zu entzerren. Denn aus Erfahrung wisse man, dass es gerade bei heftigen Unwettern und sehr starken Regenfällen schnell zu einer Überlastung der Telefonlinien des Dienstes 1722 kommen könne. Durch den Onlineschalter sollten die telefonischen Wartezeiten verkürzt und die Notrufzentralen entlastet werden, so das Kommuniqué weiter.

Die Notrufnummer 1722 wird seit 2017 immer dann aktiviert, wenn das Königliche Meteorologische Institut (KMI) wetterbedingt Code gelb, orange oder rot ausruft. Dadurch soll die Notrufzentrale 112 sich weniger mit nicht-dringenden Anrufen befassen müssen, also mit Situationen, in denen keine Leben in Gefahr sind.

Alle Anfragen nach Hilfe durch die Feuerwehr über den Onlineschalter werden durch diese genauso behandelt wie telefonische, nur eben über das Internet. Die Ersuchen der Bürger werden außerdem direkt an die für sie zuständige Hilfeleistungszone geschickt.

Boris Schmidt