RSC Anderlecht zum 34. Mal Landesmeister

Der RSC Anderlecht hat sich den 34. Landesmeistertitel in seiner Vereinsgeschichte gesichert. Die Veilchen setzten sich am Donnerstagabend mit 3:1 gegen Charleroi durch. Ein Doppelpack von Teodorczyk und ein Treffer von Massimo Bruno brachten die Wende nach einem 0:1-Rückstand zur Pause.

Am vorletzten Spieltag der Play-Offs kehrten beim RSC Anderlecht Lukasz Teodorczyk und Adrien Trebel wieder zurück in die Mannschaft. Beim Sporting Club Charleroi fehlte etwas überraschend die Anderlechter Leihgabe Hamdi Harbaoui.

Auszeichnung für ehemaligen AS-Spieler

Vor dem Spielbeginn bekam Ex AS-Spieler Clinton Mata die Auszeichnung „goldenes Zebra“ als Charlerois Spieler der Saison.

Anderlecht kam besser in die Partie und setzte die Hausherren unter Druck. Wirklich Zwingendes kam dabei aber nicht herum. Nach 17 gespielten Minuten wurde es brandgefährlich in Charlerois Strafraum, als Teodorczyk zum Kopfball hochstieg, die Hereingabe von Obradovic aber nicht erreichen konnte. Charleroi zog sich weit zurück, und dem Rekordlandesmeister fehlte es erst einmal etwas an Kreativität. Das Tempo im Duell der beiden Sportings war nicht sehr hoch.

Führung für die Gastgeber

Ein Schuss aus der Drehung Hannis war die nächste Anderlechter Chance. In der Folgeaktion nutzte Chris Bedia eine Fehlerkette der Anderlechter Abwehr – etwas gegen den Spielverlauf – zur Führung der Hausherren. Es war das erste Mal, dass Charleroi überhaupt in die Nähe des Anderlechter Schlussmanns Boeckx gekommen ist. Die Reaktion der Veilchen ließ nicht lange auf sich warten. Eine scharfe Hereingabe Trebels konnte zur Ecke geklärt werden.

Zur Pause war Anderlecht virtuell Meister

Unterdessen Jubel im Anderlechter Fanblock, als Ostende in der Parallelbegegnung gegen den ärgsten Konkurrenten aus Brügge mit 1:0 in Führung gehen konnte. Anderlecht war dadurch Meister, aber erst einmal nur virtuell. Die erste Reaktion war aber nur ein Strohfeuer. Gegen das Abwehrbollwerk von Charleroi konnten die Veilchen kein Tempo ins Spiel bringen.

Nach dem Seitenwechsel gab es aus Sicht von Charleroi keinen Bedarf, die erfolgreiche abwartende Marschroute des ersten Durchgangs zu verändern. Die Veilchen rannten sich das ein ums andere Mal fest im Abwehrbollwerk der Schwarz-Weißen. Anderlechts Coach reagierte und brachte „Mr. Europa“, Frank Acheampong, für die letzten 33 Minuten.

Ausgleichstreffer

In der nächsten Minute war es der Pole Teodorczyk der mit seinem 21. Saisontreffer den Ausgleich für den Rekordlandesmeister erzielen konnte. Der Anderlechter Goalgetter hat dadurch wieder ein Tor mehr in der Torschützenliste als AS-Spieler Henry Onyekuru. Es war der erste Treffer des Polen in diesen Play-Offs.

Anderlecht suchte die Entscheidung

Glück für die Anderlechter in der 69. Minute, als Chris Bedia den Ball neben das Tor setzte. Die Anderlechter wollten sich mit dem Unentschieden nicht zufrieden geben und suchten die Entscheidung. Teodorczyk führte diese neun Minuten vor dem Ende nach einem starken Solo-Auftritt auch herbei (1:2).

Da auch Brügge mehr oder weniger zeitgleich in Rückstand geraten war, stand dem Anderlechter Titel nun nichts mehr im Weg. Auch was die Torjägerkanone anbelangt, hat der polnische Stürmer im Dienste der RSC Anderlecht nun einen klaren Vorteil, mit zwei Toren Vorsprung auf Eupens Onyekuru, einen Spieltag vor dem Saisonende.

Massimo Bruno machte mit dem dritten Anderlechter Treffer im zweiten Durchgang den 34. Landesmeistertitel in der Vereinsgeschichte perfekt, auf den Tag genau drei Jahre nach dem letzten Meistertitel der Veilchen.

Die anderen Ergebnisse

Der FC Brügge hatte bis zuletzt noch die Chance, Anderlecht zum Thron zu stoßen. Dafür hätte der Club aber in Ostende gewinnen müssen. Das gelang nicht, Brügge verlor mit 1:2. AA Gent schaffte am Donnerstagabend einen 5:2-Sieg gegen Zulte Waregem. Damit kämpfen Gent und Brügge am Sonntag um den Vizemeister-Titel.

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