Stadtrat St. Vith beschließt Beitritt zu „Flussvertrag Mosel“

Der "Flussvertrag Mosel" spaltet die Mehrheit, Irene Kalbusch-Mertes tritt als Stadtverordnete zurück und der große Sitzungssaal im Rathaus wird aufwendig saniert.

Der Beitritt der Gemeinde St. Vith zur VoG „Flussvertrag Mosel“ hat im Stadtrat für eine längere Aussprache gesorgt: Mehrere Mitglieder aus der Mehrheit sahen darin keinen Nutzen. Die Kosten liegen jährlich bei fast 6000 Euro.

Von wegen: Alles im Fluss! Schöffe Herbert Felten konnte sich mit dem Beitritt seiner Gemeinde zum „Flussvertrag Mosel“ nicht anfreunden. Die Erfahrung mit ähnlichen Projekten habe ihm gezeigt, dass unterm Strich nicht viel dabei herumkomme – außer Infoblättern, schönen Prospekten und Fingerzeigen des so finanzierten Personals der VoG. Erik Solheid, Nathalie Kesseler, Bernd Karthäuser und Johanna Theodor pflichteten ihm bei. Die Flusstäler seien schon genug geschützt, wie auch das starke Aufkommen des Bibers zeige.

Demgegenüber appellierten Paul Bongartz und Bürgermeister Christian Krings an die Verantwortung und Solidarität der Gemeinde am Oberlauf von Flüssen. Karlheinz Berens plädierte ebenfalls für den Beitritt, der bei fünf Enthaltungen genehmigt wurde.

Irene Kalbusch-Mertes scheidet alters- und gesundheitsbedingt aus dem St. Vither Stadtrat aus.

Der große Sitzungssaal im Rathaus von St. Vith wird umfassend neugestaltet. Der Umbau ist Teil des angepassten Projekts zur Sanierung des Rathauses. Auf Höhe des bestehenden Balkons wird eine neue Decke eingezogen. Darüber sollen sechs neue Büros entstehen. Der Saal wird auch künftig für Veranstaltungen wie am Altweiberkarneval offen stehen. Daneben sieht das Projekt einen neuen Aufzug für das Rathaus, neue Eingänge und Fenster sowie eine Isolierung der Außenfassade vor. Die Kosten werden mit rund 1,1 Millionen Euro veranschlagt.

SP

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