Demo gegen Schächten ohne Betäubung

Die Tierschutzvereinigung "Gaia" ruft zu einer nationalen Kundgebung gegen das Schächten ohne Betäubung auf. Am 4. Oktober findet das muslimische Opferfest statt. Dazu werden tausende Schafe geschächtet - viele ohne Betäubung.

Schächten ohne Betäubung

Schächten ohne Betäubung

Die Tierschutzvereinigung Gaia verbreitet einen Spot mit der Aussage: Gaia sei nicht  gegen das rituelle Schlachten, sondern lediglich gegen die Tatsache, dass die Tiere nicht vorher betäubt werden.

Das belgische Gesetz verbietet das Schlachten von Tieren ohne vorherige Betäubung, sieht aber Ausnahmen für rituelle Schlachtungen vor.

Belgien schiebe das Problem seit Jahren vor sich hin, obwohl viele Länder rituelle Schlachtungen ohne Betäubung bereits verboten hätten. Die politischen Entscheidungsträger auf allen Ebenen seien gefordert und müssten sich dem Thema auseinanderzusetzen, so Gaia.

Mit der nationalen Kundgebung am 28. September in Brüssel will Gaia aber auch den Kampf gegen rituelle Schlachtungen fortsetzen, die illegal außerhalb der Schlachthöfe durchgeführt werden. Zum Opferfest sollen wieder 40.000 Schafe geschächtet werden.

Gaia-Demo gegen Schächten ohne Beteubung - Chantal Delhez

Bild: brf

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4 Kommentare
  1. Siegfried Maerz

    Wir essen das ganze Jahr Halalfleisch, weil dieses qualitativ wesentlich besser ist, da das Tier selbst durch das noch schlagende Herz das Blut aus dem toten Koerper pumpt.
    Das Blut gerinnt also nicht in den Blutgefaessen und hinterlaesst somit auch keinen ueblen Geschmack.

    In suedlichen Laendern wie Spanien und Italien (Sardinien, Sizilien usw.) werden auch Schweine geschächtet.
    Das Schächten hat auf das Schweinefleisch den gleichen Effekt. Dort regt sich niemand auf.

    Wir bevorzugen bewusst Fleisch von geschächteten Tieren !!!
    Ich stelle mir allerdings die Frage, ob sich auch eine ebensolche Lobby gegen das Jagen (was auch ein Schächten ist) findet oder ob diese Aktion wieder einmal ein Intolleranz gegen Mitbuerger moslemischen Glaubens ist !!!

  2. Chantal Delhez

    Sehr geehrter Herr Maerz,

    Wie bereits im Beitrag erwähnt, stellt Gaia nicht das rituelle Schächten aus religiösen Gründen in Frage, sondern tritt dafür ein, die Tiere vorher zu betäuben.

    Mit freundlichen Grüßen
    Chantal Delhez

  3. Georg Kremer

    Werter Herr Maerz,

    ich möchte außerdem noch ergänzen, dass inzwischen die Föderation der Europäischen Tierärzte (FVE), der Europäische Dachverband für Lebensmittelsicherheit und der Hohe Belgische Rat für Tierwohlsein DRINGEND empfehlen, das Schlachten ohne vorherige Betäubung izu verbieten. Es gibt also andere Prioritäen als die Optimierung des Fleischgeschmacks. Und was die Toleranz betrifft: Toleranz ist keine Einbahnstraße! Sie gilt auch für unsere ausländischen Mitbürgerinnen und Mitbürger bzw. andere Glaubensgemeinschaften.

  4. Gerd Xhonneux (VoG Tierfreunde)

    Der Verzehr von Blut ist Halāl entsprechend gläubigen Muslimen verboten. Daher muss das Tier durch Ausbluten sterben.

    Ohne Betäubung vor dieser rituellen Schlachtung werden die Tiere unnötigen Qualen aussetzt.

    Die Betäubung wird nicht explizit durch den Koran verboten, sondern durch Auslegung gewisser Religionsgelehrten. Bei einer moderaten Auslegung jedoch ist die laut Gesetz vorgeschriebene Betäubung zulässig.

    Ferner heißt es im Koran, dass „es eine zwingende Verpflichtung für die Muslime ist, alle Handlungen zu unterlassen, die Tieren und anderen Geschöpfen absichtlich oder bewusst physische oder psychische Schmerzen oder Leiden zufügen könnten“.

    Wissenschaftlich gesehen dauert das Ausbluten eines unbetäubten Tieres mitunter sogar länger als mit Betäubung.

    All dies spricht sicher auch im Sinne gläubiger Muslime für eine Schlachtung ausschließlich unter Betäubung.

    Die ungekürzte Fassung dieses Textes findet sich auf der Website der VoG Tierfreunde.

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