Bergahorn: Tödliche Gefahr für Pferde

Die Uni Lüttich schlägt Alarm: In der Provinz sind innerhalb von einer Woche 30 Pferde an der atypischen Weidemyopathie gestorben. Die Krankheit wird durch ein Gift in den Früchten des Bergahorn-Baums ausgelöst. Ein Gegengift gibt es nicht.

Pferdetierärztin Dr. Antys-Becker

Pferdetierärztin Dr. Antys-Becker

Die veterinärmedizinische Fakultät der Uni Lüttich hat eine weltweite Warnung herausgegeben, um vor Fällen atypischer Weidemyopathie zu warnen. Die Pferdekrankheit tritt besonders im Herbst – bei feuchtem Wetter, viel Wind und einem nächtlichen Temperaturabfall unter 8 Grad – auf und verläuft in vielen Fällen tödlich.

Schuld daran ist ein Gift, das sich in den Samen von Bergahorn-Bäumen, den so genannten Helikoptern, befindet. Gegen das Gift gibt es kein Mittel.

Die Eupener Fachtierärztin für Pferde, Dr. Antys-Becker, wurde vor zwei Wochen mit einem tödlichen Fall konfrontiert. Bis jetzt sind der Uni Lüttich und dem epidemiologischen Überwachungsnetz RESPE 82 Fälle in Europa bekannt, davon alleine 46 in Belgien und die meisten in der Provinz Lüttich.

Pferdebesitzern wird geraten, zu vermeiden, dass ihre Tiere Zugang zu Weiden mit Ahornbäumen oder zu angrenzenden Weiden bekommen. Auch sollte darauf geachtet werden, dass das Trinkwasser der Pferde keine Helikopter enthält. Die Wetterlage der kommenden Tage und Wochen kann neue Fälle hervorrufen. Mit einem Abklingen der Epidemie wird erst mit Beginn der Frostperiode gerechnet. Informationen gibt es im Netz.

Bergahorn: Tödliche Gefahr für Pferde - Chantal Delhez

Bild: BRF Fernsehen

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11 Kommentare
  1. Bettina Rhauderwiek

    Hallo,
    ich habe da mal eine Frage zu, was kann man denn dagegen machen wenn man die Pferde im Offenstall hält und auf dem dazu gehörigen Paddock diese Ahorn/Blätter/Flieger fallen? Ich gehe nun schon jeden Tag über meinen Paddock und hake diese auf, aber reicht es um schlimmeres zu vermeiden?

  2. Elke Wied

    Hallo Bettina, ich würde die Pferde nicht mehr auf den Paddock lassen, ihn mit Stromlitze absperren oder vorrübergehend den Stall wechseln. LG Elke

  3. Andreas Kussberger

    Hallo,
    ich bin ehrenantlich bei der Tierrettung, und wollte fragen was die Erscheinungsanzeichen fuer diese Vergiftung sind?

  4. maren hessing

    ich würde auf einem paddock gar nichts machen.. es gibt keine Fälle in Paddocls egal ob ahorn oder nicht!!!und bei uns steht fast nur feldahorn der unverdächtig ist!… es ist bestimmt NICHT nur der ahorn sondern acuh noch andere gifte die sich auf den gräsern befinden…!!

  5. maria franke

    Hallo.ich nehme mal an das die verendeten pferde nicht alle das erste mal auf einer Koppel mit bergahorn gestanden haben und den ersten Herbst werden sie auch nicht erlebt haben.warum reagieren die Pferde plötzlich darauf,was ist an den helis anders,warum giftig?unsere pferde stehen seit 30 Jahren mit rundum ahorn und keiner hatte je Probleme damit.

  6. Chantal Delhez

    Liebe Leser,
    Informationen gibt es unter http://www.myopathieatypique.fr/alerte-du-5-novembre-2013. Auf der Seite der Uni Lüttich sind in französischer und englischer Sprache der Krankheitsverlauf und alle anderen Infos zu finden.
    Chantal Delhez

  7. Norbert Schleck

    „Auf der Seite der Uni Lüttich sind in französischer und englischer Sprache der Krankheitsverlauf und alle anderen Infos zu finden.“

    Wieso nicht auch auf Deutsch?

    Schließlich wohnen über 70000 Deutschsprachige in der Provinz Lüttich und viele Ostbelgier studieren an der ULg.

  8. Ronny Ramscheidt

    Herr Schleck,

    es steht nicht auf Deutsch da, weil man Deutsch in der Wallonie noch immer nicht als offizielle Landessprache angenommen hat! Wir Deutschsprachigen werden noch über 10 Jahre diese Thematik ansprechen müssen!

    Es hat sich zwar schon einges getan, aber nicht im allgemeinen Sprachgebrauch!

  9. Norbert Schleck

    Ja, richtig, Herr Ramscheidt, wahrscheinlich sogar noch viel länger als 10 Jahre…

    Das wäre ein Grund für unsere Politiker und auch die Medien, die Anerkennung unserer Muttersprache auf allen Ebenen konsequent und beharrlich einzufordern.
    Das hat nicht mit Extremismus oder Sprachfanatismus zu tun.

    Aber erst, wenn nicht nur Büllingen/Bullange, sondern auch Waimes/Weismes auf den Verkehrsschildern der ehemaligen „Cantons rédimés“ steht, wenn unser König bei uns Philipp und nicht Philippe genannt wird, wenn man in den Eupener Supermärkten auf Deutsch begrüßt und bedient wird, wenn große Firmen ihre Werbung im GE nicht mehr auf Französisch veröffentlichen, wenn Pascal Peiffer beim Neujahrskonzert in St. Vith mehr als nur ein paar Worte auf Deutsch radebrechen wird…, ja, erst dann wäre die wirkliche Gleichstellung unserer Muttersprache erreicht.

    Die Aufzählung ließe sich endlos fortsetzen.

  10. Schumacher

    Hallo
    habe die Deutsche Version im Netz gefunden

    Anzeichen sind ähnlich wie Kolik, Muskelzittern, schwankender Gang und festliegen in Seitenlage. Die Muskulatur wird laut Bericht zerstört, so das ein Aufrichten nicht mehr möglich ist.

    „einfach Bergarhorn giftig für Pferde “ eingeben, da kommt der komplette Bericht mit Symptomatik und Anzeichen
    Sehr interessant !!!

  11. Joseph Ramscheid

    Geht es in diesem Forum über die praktische Anerkennung der deutschen Sprache oder um die Gefährdung der Pferde durch den Bergahornbaum????? Warum das ewige Jammern über die „Unterdrückung“ der „70000 Deutschsprachigen????

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