Natura 2000: Di Antonio studiert in St. Vith Einzelfälle

Der wallonische Landwirtschaftsminister Carlo Di Antonio löst sein Versprechen ein: Am Mittwoch war Di Antonio in St. Vith, um 70 Einzelfälle zu besprechen, in denen die Natura-2000-Richtlinien Landwirte vor Probleme stellen.

Natura 2000: Der wallonische Landwirtschaftsminister Carlo Di Antonio setzt sich in St. Vith mit Einzelfällen auseinander

Natura 2000: Der wallonische Landwirtschaftsminister Carlo Di Antonio setzt sich in St. Vith mit Einzelfällen auseinander

Im Rahmen der öffentlichen Untersuchung zu Natura 2000 hat sich der wallonische Landwirtschaftsminister Carlo Di Antonio am Mittwoch in St. Vith mit Einzelfällen auseinandergesetzt. Damit löste er ein Versprechen ein, das er am 20. Dezember bei einer Informationsveranstaltung gegeben hatte.

Insgesamt wurden in den Räumen der Bischöflichen Schule rund 70 Einzelfälle erörtert, in denen die vorgeschlagene Umsetzung der Natura-2000-Richtlinien Landwirte oder Eigentümer vor unzumutbare Probleme stellen würde. Dazu hatte Minister Di Antonio eine Reihe von Experten nach St. Vith beordert.

In einem ersten Schritt geht es darum, die kartographierten Natura-2000-Flächen mit der wirklichen Situation abzugleichen. In Härtefällen schließt Minister Di Antonio nicht aus, dass eingelenkt werden könnte, indem beispielsweise das Beweidungsverbot vom 15. Juli auf den 15. Juni vorgezogen würde – das entscheide er aber nicht allein, sondern die gesamte wallonische Regierung.

Die Einspruchsfrist endet je nach Gemeinde zwischen dem 1. und dem 8. Februar. Danach werden die Einsprüche einer Kommission vorgelegt, in der Vertreter der Behörden sowie der Berufs- und Interessenverbände sitzen. Ab dem 1. Januar 2014 will Carlo Di Antonio die Richtlinien zu Natura 2000 in die Tat umsetzen.

Audiobeitrag

Natura 2000: Carlo Di Antonio in St. Vith - Stephan PeschMP3

Bild: BRF

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Ein Kommentar
  1. Edgar Brodel

    Der Artikel vermittelt den falschen Eindruch dass es sich bei der Natura 2000 Problematik um Einzelfälle handeln würden.
    Die genaue Anzahl an Einsprüchen (und damit tatsächlicher Problemfälle) steht ja noch nicht fest da die Einspruchsfrist erst am 08. Februar 2013
    für die Einwohner der Gemeinde Büllingen endet.
    Komischerweise wurde seitens der Presse der genaue Termin des Besuchs des Ministers geheim gehalten.
    Mindestens hätten alle Eigentümer und Landwirte über den Besuch informiert werden müssen. Somit hinterläßt
    der Besuch des Ministers einen faden Beigeschmack.

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