L.S. Models: Modelleisenbahnen aus Sourbrodt

Modelleisenbahnfans in aller Welt kennen sie: die L.S.Models. Weniger bekannt dagegen ist der Standort des Unternehmens in unserer Region: Die Modelleisenbahnen kommen nämlich aus Sourbrodt.

L.S. Models: Modelleisenbahnen aus Sourbrodt - Michaela Brück

Ein alter Waggon vor dem Bahnhof von Sourbrodt ist alles, was von der alten Vennbahn übrig geblieben ist. Nur wenige Meter vom Bahnhof entfernt hat ein kleines Unternehmen seinen Sitz, das Waggons im Miniaturformat produziert. Vor 15 Jahren hat der ehemalige Zugschaffner Daniel Piron die Firma L.S. Models gegründet. Sie hat sich auf die Herstellung von vorbildgetreuen Modellbahn-Fahrzeugen und Zubehör spezialisiert – alle nach echten europäischen Vorbildern.

„Es sind Modelle von Zügen, die heute noch fahren. Aber wir arbeiten auch an Modellen aus den 1930er oder 1940er Jahren. Dabei konzentrieren wir uns auf die „Compagnie des Wagons-Lits“. Mit ihr haben wir einen Exklusiv-Vertrag, um die Modelle nachzubilden“, erklärt Daniel Piron, Gründer L.S. Models.

Jede Lokomotive, jeder Waggon von L.S. Models ist ein Sammlerstück, das bis zu 100 Euro kosten kann. Liebhaber schätzen die feine Arbeit des kleinen Betriebes. In Sourbrodt werden die Modelle ausgedacht und entworfen. Hergestellt werden sie in China. Authentisch müssen die Modelle sein, erklärt der kaufmännische Leiter Orhan Yildirim: „Wir legen sehr viel wert auf Details. Die Kundschaft verlangt das, und die chinesischen Hersteller tun ihr Bestes.“

Von der Idee bis zum Verkauf eines neuen Modells dauert es ein Jahr. Am Anfang werden mindestens 10.000 Fotos gemacht. Die Rarität der Modelle unterscheidet L.S. Models von großen Herstellern. „Wir machen nur kleine Mengen und schaffen so automatisch eine Nachfrage. Auf dem Markt müssen wir uns gegen die großen Hersteller behaupten, uns von ihnen unterscheiden. Unser Plus ist die Qualität der Nachbildung“, so Daniel Piron weiter.

20.000 Modelle pro Monat will L.S. Models künftig in seinen fünf Fabriken in China produzieren lassen.

Michaela Brück - Bild: Télévesdre

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