100 Jahre lang 2017 – Lions Club verschließt Zeitkapsel

Zum 100. Geburtstag der Lions Clubs International hat der Eupener Lions Club eine Zeitkapsel vergraben. Ein Stück 2017 liegt jetzt eingebettet in den Boden vor dem neuen Eupener Verwaltungsgebäude. Wir waren dabei, als die Zeitkapsel befüllt und in den Boden versenkt wurde.

Lions-Club Eupen versenkt Zeitkapsel - Anne Kelleter

Was würden sie ihren Nachfahren in einhundert Jahren mit auf den Weg geben? Schatzkarten? Dunkle Familiengeheimnisse? Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Und so haben die rund 150 Teilnehmer des Zeitkapsel-Projekts dann auch ganz eigene Wege gefunden, ein Stück ihrer Gegenwart, gut verpackt hinter 4mm dicken Stahlwänden, einzufrieren.

„Womit die Umschläge befüllt wurden, entzieht sich unserer Kenntnis. Das ist anonym“, sagt Serge Förster, Sekretär des Lions Clubs Eupen. „Die Umschläge sind verschlossen und versiegelt worden. Wir haben großen Wert auf Papiermaterial gelegt. Das ist am dauerhaftesten. Es sind aber auch viele digitalen Medien eingelegt worden.“

„Wir haben gerade unser aktuelles Stück gefilmt, auf den Stick überspielt und in die Zeitkapsel gelegt“, erklärt Caroline Fuhrt von der Raerener Laienbühne. „In der Hoffnung, dass in hundert Jahren noch irgendjemand das Raerener Platt versteht.“

Einen Querschnitt durch die Gesellschaft soll die Zeitkapsel bieten. Schüler, Erwachsene, Privatpersonen, Vereine und Unternehmer haben ihre Erinnerungen eingepackt. Seit Mittwochnachmittag ist die Zeitkapsel nun in den Boden vor dem neuen Verwaltungsgebäude des Eupener Rathaus eingelassen.

Am 25. April 2117 soll die Kapsel wieder ausgegraben werden. Bis dahin weist eine Bronzetafel auf die Zeitkapsel hin. Das ist mit das Spannendste an dem Projekt, denn in welcher Welt das Stück des Jahres 2017 ans Licht kommen wird, weiß niemand.

Am Sonntag, dem 23. April lädt der Lions Club zur Einweihung der Zeitkapsel vor dem neuen Verwaltungsgebäude der Stadt Eupen ein. Die Feier findet von 11 bis 14 Uhr im Rahmen eines musikalischen Frühschoppens statt.

Text & Bild: Anne Kelleter/BRF

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