Kahlschlag an der E40 bei Eupen

Wer vor kurzem noch einmal über die E40 zwischen Eupen und der deutschen Grenze gefahren ist, hat es bestimmt gesehen: Die Bäume, die bislang die Autobahn gesäumt haben, sind gefällt. Ziemlich kahl sieht die Trasse jetzt aus. Aber warum war der Kahlschlag überhaupt nötig und was passiert mit dem ganzen Holz?

Kahlschlag an der E40 bei Eupen - Anne Kelleter

Seit Mitte November arbeiten Holzfäller entlang der E40. Alle Bäume werden gefällt und vor Ort gehäckselt. Auftraggeber ist die wallonische Gesellschaft Sofico, die für die Verwaltung der Regionalstraßen und Autobahnen zuständig ist.

„Wir sind dabei, aus Sicherheitsgründen sämtliche Bäume entlang der Strecke zwischen Eupen und der deutschen Grenze zu fällen. Das sind ungefähr elf Kilometer Kahlschlag. Viele Bäume dort sind alt und drohten, umzufallen. Kahlschlag bedeutet für uns, dass wir alles bis auf die Baumstümpfe abschneiden, damit diese dann neu austreiben und wieder gesund wachsen können“, erklärt Eloise Wynandy, Pressesprecherin von Sofico.

Doch was passiert eigentlich mit dem ganzen Brennholz, dass bei den Arbeiten abfällt? „Wenn wir solche Arbeiten öffentlich ausschreiben, können die verschiedenen Anbieter die Verwertung der Holzabfälle in ihr Angebot integrieren und es entsprechend günstiger machen. In diesem Fall werden die Holzhäcksel gepresst und zu Pellets oder Heizbriketts verarbeitet“, so Wynandy.

Der Kahlschlag sieht drastisch aus, soll aber laut Sofico keinen Einfluss auf den Geräuschpegel der Autobahn haben. Die Bäume bieten demnach keinen Lärmschutz. Einfacher wird für die Sofico aber der Unterhalt der Böschungen, da das Gestrüpp einfacher zu handhaben ist, als große Bäume. Vorausgesetzt, dass der Winter nicht zu hart wird, sollen so bis Mitte Januar alle Bäume auf beiden Seiten der Autobahn gekappt werden.

Anne Kelleter

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