Gut die Hälfte der Syienkämpfer ist zurück

Knapp die Hälfte der Syrienkämpfer aus Europa ist inzwischen wieder in ihre Heimatländer zurückgekehrt. Das gab eine Behörde der Vereinten Nationen bekannt. Hintergrund seien die anhaltenden militärischen Niederlagen der Terrororganisation IS im Mittleren Osten. Angesichts der derzeitigen Lage in Syrien und im Irak stehe zu befürchten, dass ab jetzt wirklich gefährliche Leute den Heimweg nach Europa antreten.

Waffen, die IS-Kämpfer auf der Flucht zurückgelassen haben

In den letzten anderthalb Jahren habe sich die Situation im Mittleren Osten doch sehr verändert, sagt Jean-Paul Laborde vom Exekutivdirektorium des Ausschusses zur Bekämpfung des Terrorismus, kurz CTED. Dieses CTED ist ein Gremium der Vereinten Nationen. Zunächst sei es so, dass der Strom von Syrienkämpfern in Richtung des IS-Gebiets in den letzten 18 Monaten fast versiegt ist, die Zahl der Kriegsfreiwilligen aus Europa, die im Irak oder in Syrien in den Dschihad ziehen wollten, ging um 90 Prozent zurück.

Jetzt, da das von den Terroristen ausgerufene „Kalifat“ im Begriff sei, zu implodieren, werde aber eine neue Rückkehrbewegung einsetzen, sagt Laborde. 40 bis 50 Prozent der Kämpfer seien schon zurück. Eine erste Welle hatte in der Regel Jugendliche umfasst, die vollkommen desillusioniert und traumatisiert in ihre Heimatländer zurückgekehrt sind.

Die zweite Welle, die jetzt einsetze, die bestehe aber aus wesentlich gefährlicheren Leuten, die zum Teil über Verbindungen zu Netzwerken verfügen, die logistische Hilfe mit Blick auf einen Terroranschlag leisten könnten. Da diese Leute nicht immer in die Länder zurückkehrten, in denen sie früher gewohnt haben, mahnt der Ausschuss zur Bekämpfung des Terrorismus die EU-Staaten zu einer engeren Zusammenarbeit.

Roger Pint - Bild: George Ourfalian/AFP

Kommentar hinterlassen
Ein Kommentar
  1. Marcel Scholzen eimerscheid

    Diese ehemaligen Syrienkämpfer sollte man in einem​ Strafbataillon zusammen fassen und zur Bewährung irgendwo in einen bewaffen Konflikt schicken. Dann wären viele Probleme gelöst. Man muss sich jetzt irgendwie um diese Menschen kümmern, weil die sonst für große Probleme sorgen.

Kommentar hinterlassen

Ihre Email-Adresse wird niemals veröffentlicht!
Pflichtfelder sind mit * gekennzeichnet.
Bitte beachten Sie unsere Richtlinien zu Kommentaren.

Restl. Anzahl Wörter: 150