Eigenes Statut für Opfer von Terroranschlägen geplant

Opfer von Terroranschlägen sollen einen gesonderten Status bekommen. Das hat der Ministerrat entschieden. Demnach sollen Menschen, die das Opfer einer terroristischen Gewalttat wurden, im Falle einer Arbeitsunfähigkeit eine lebenslange Rente bekommen. Auch wird die vollständige Rückzahlung aller anfallenden Kosten für medizinische Behandlung garantiert.

Gesundheitsministerin Maggie De Block

Viel Kritik hatte es in letzter Zeit an den belgischen Behörden gegeben, Kritik insbesondere von Opfern der Terroranschläge vom 22. März, die sich alleine gelassen fühlten.

Die Regierung antwortet jetzt mit dem „Status der nationalen Solidarität“. Den können Opfer von Terroranschlägen beantragen; das gilt für alle, die Belgier sind oder in Belgien wohnen und die das in geringerem Maße auch für die Angehörigen. Unerheblich sei dabei, ob sich besagter Anschlag in Belgien ereignet hat oder ob die Menschen anderswo in der Welt zum Terroropfer wurden, sagte Gesundheitsminister Maggie De Block.

Wer einmal als Terroropfer anerkannt wurde, der bekomme sämtliche Kosten für medizinische Behandlung zurückerstattet. Wer in Folge seiner Verletzungen arbeitsunfähig geworden sei, könne zudem in den Genuss eine lebenslangen Rente kommen.

Roger Pint - Bild: Nicolas Maeterlinck/BELGA

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