Nutzer von Prepaid-Karten müssen Identität angeben

Im Anti-Terror-Kampf verschärft die Regierung die Kontrolle über Mobiltelefone. So wird es ab Mitte Dezember nicht mehr möglich sein, Prepaid-Karten für Handys anonym zu kaufen. Die Mobilfunkanbieter werden eine Kopie des Personalausweises verlangen müssen – auch für bestehende Kunden. Mehr als eine Million Nutzer in Belgien sind betroffen.

Handy

Wundern Sie sich nicht, wenn Sie in Kürze eine SMS von Ihrem Mobilfunkanbieter erhalten, der Sie um eine Kopie des Personalausweises bittet. Proximus, Orange und BASE bereiten entsprechende Kampagnen vor. Nach Angaben der Anbieter sind mehr als eine Million Prepaid-Karten betroffen.

Bislang konnten die anonym gekauft werden. Das haben aber auch Kriminelle und Terroristen ausgenutzt, um unerkannt kommunizieren zu können. Um das künftig zu verhindern und jede Nummer in Belgien identifizieren zu können, hat die Föderalregierung neue Regeln beim Verkauf von Prepaid-Karten beschlossen. Wer einen Vertrag mit einem Mobilfunkanbieter abschließt, musste auch schon in der Vergangenheit seinen Personalausweis vorzeigen.

Das Gesetz für Prepaid-Karten tritt kommende Woche in Kraft. Die Betroffenen haben sechs Monate Zeit, ihre Identität offen zu legen. Tun sie das nicht, wird ihre SIM-Karte gesperrt.

Alain Kniebs - Foto: Siska Gremmelprez/BELGA

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