Good-Will-Tour: Ein Friedensplan für Afghanistan?

11. Oktober 2011, 17:43 · Simonne Doepgen

Mehr als 30 Jahre Krieg am Hindukusch, mehr als zehn Jahre NATO-Einsatz in Afghanistan. Echter Frieden scheint nicht in Reichweite. Jetzt entsendet die größte Volksgruppe Afghanistans, die Paschtunen, einen offiziellen Gesprächspartner nach Europa, der auch – und das ist das Neue – von den bewaffneten Kämpfern der Taliban legitimiert ist.

Begleitet wird der afghanische Vermittler von Otmar Steinbicker von der Aachener Friedensbewegung Aixpaix. Heute morgen besuchten die beiden den Belgischen Rundfunk und stellten ihren Friedensplan für Afghanistan vor.

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Okt. 11: Ein Friedensplan für Afghanistan? - Simonne Doepgen · mp3

Otmar Steinbicker und Naqibullah Shorish beim BRF

Otmar Steinbicker und Naqibullah Shorish beim BRF

Pulverfass Afghanistan. 1979 marschierte Russland in das riesige Land am Hindukusch ein, es folgten ein blutiger Bürgerkrieg, die Schreckensherrschaft der Taliban und schließlich 2001 als Folge der Anschläge vom 11. September der Einzug der US-Truppen.

Seit zehn Jahren kämpft der Westen nun in Afghanistan und – streckt die Waffen. Bis 2014 möchten die NATO-Verbündeten das Land verlassen haben. Die Lage scheint hoffnungslos – und doch konnte man sich nun erstmals auf einen Vermittler einigen, der auch bei den Taliban auf breite Unterstützung trifft.

Der Mann heißt Naqibullah Shorish und wurde im Frühjahr dieses Jahres zum Stammesführer einer der größten Paschtunenstämme gewählt. Seine Mission: Den Frieden ausloten und Gesprächspartner finden.

Bild: BRF