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Quelle: http://brf.be/nachrichten/gesellschaft/krebs
Weltkrebstag: Belgier kennen die Warnsignale nicht
Eine Befragung von über tausend volljährigen Belgiern zeigt, dass die meisten unzureichend über die wichtigsten Alarmsignale für eine Krebserkrankung Bescheid wissen.
"Hören Sie auf Ihren Körper"
Die Stiftung gegen Krebs startet heute zum Weltkrebstag die neue Informationskampagne "Hören Sie auf Ihren Körper". Sie stellt die zehn Warnsignale vor, die ein schnelles Eingreifen ermöglichen. Damit sind die Chancen auf Heilung deutlich größer.
Spontan konnten die Befragten im Durchschnitt nur zwei von den zehn Symptomen aufzählen. Jeder Dritte nannte Müdigkeit. Sechs von zehn Personen wissen, dass die Veränderung des Busens ein Zeichen für Krebs sein kann.
Schluckbeschwerden oder Wunden, die nicht heilen, werden kaum als Warnsignale erkannt. Deshalb will die Stiftung gegen Krebs die zehn Signale bekannter machen.
Die zehn Warnzeichen
- Heiserkeit oder hartnäckiger Husten (vor allem bei Rauchern und Ex-Rauchern)
- Schwierigkeiten beim Schlucken (Bei Rauchern und Alkoholkonsumenten)
- Veränderung bei der Darmtätigkeit (Verstopfung, Durchfall oder beides abwechselnd).
- Schwierigkeiten beim Urinieren (vor allem bei Männern)
- Gewichtsverlust, ständige Müdigkeit und Fieber
- Ungewöhnlicher Blutverlust (im Urin, Stuhlgang oder bei Frauen außerhalb der Menstruation), plötzliches Auftauchen blauer Flecken
- Geschwollene Körperstellen (an der Brust, am Hoden, unter der Haut, ...)
- Plötzliche Veränderung des Busens
- Erscheinen von Pigmentflecken
- Verletzung der Haut oder im Mund, die nicht abheilt
Die Stiftung gegen Krebs empfiehlt, beim Erkennen eines der Symptome oder bei Zweifeln rechtzeitig einen Arzt aufzusuchen.
Jährlich sterben 7,6 Millionen Menschen an Krebs
Laut Weltgesundheitsorganisation WHO könnten bis zu 40 Prozent aller Krebserkrankungen durch Veränderungen der Lebensweise, bessere Vorbeugung und weitere Reihenuntersuchungen vermieden werden. Nach den WHO-Statistiken sterben pro Jahr weltweit 7,6 Millionen
Menschen an Krebs. Knapp drei Viertel (72 Prozent) davon kommen aus armen und Schwellenländern.
In Europa hat Ungarn die höchste Sterberate durch Krebs. Hier sterben 458 von 100.000 Bürgern an Krebs, gefolgt von Russland und der Ukraine mit 347 Todesfällen. Als wichtigster Grund gilt der stark verbreitete Tabakkonsum.
Für Frauen in Europa ist Brustkrebs mit einem Anteil von 17,2 Prozent aller tödlichen Erkrankungen die gefährlichste Krebsart, für Männer der Lungenkrebs mit einem Anteil von 26,9 Prozent.