Sumi Hwang gewinnt Königin-Elisabeth-Wettbewerb

Die südkoreanische Sopranistin Sumi Hwang hat den Königin Elisabeth Wettbewerb für Gesang gewonnen. Im Brüsseler Palast der Schönen Künste siegte sie vor der belgischen Sopranistin Jodie Devos aus Neufchâteau. Mit der 23-jährigen Sheva Tehoval hatte eine zweite Belgierin das Finale erreicht.

Der letzte Abend der Finalrunde des Concours Reine Elisabeth fand am Samstag im Beisein von Königin Mathilde statt. 64 Kandidaten aus 26 Ländern hatten an dem Wettbewerb teilgenommen.

Die 28-jährige Koreanerin Sumi Hwang ist die würdige Siegerin des diesjährigen Königin-Elisabeth-Wettbewerbs für Gesang. Bei ihrem Finalauftritt am Freitagabend begeisterte sie mit herrlichem Timbre, Vielseitigkeit, sicherer Intonation und einer raumfüllenden Stimme, die sowohl in den Opernauszügen als auch bei den Orchesterliedern stets den angemessenen Ausdruck fand.

Ein wenig überraschend aber sehr erfreulich ist der zweite Platz von Jodie Devos aus Neufchâteau. Die 25-Jährige nahm mit ihrem leichten und immer wohlklingenden Sopran für sich ein. Die Drittplatzierte Sarah Laulan aus Frankreich konnte die Jury mit ihrer dramatischen Bühnenpräsenz überzeugen. Sie studiert ebenso wie der Vierte, der chinesische Tenor Yu Shao, an der Chapelle Reine Elisabeth in Argenteuil.

Auf den Plätzen fünf und sechs setzt sich der Triumph der Sopranistinnen fort mit der großartigen Koreanerin Hyesang Park und der in Löwen geborenen Schweizerin Chiara Skerath.

Die weiteren sechs Laureaten werden wie immer ex-aequo geführt. Dazu zählen die mit 23 Jahren jüngste Finalistin Sheva Tehoval aus Brüssel und die Deutsche Daniela Gerstenmeyer, die viele Beobachter weiter höher im Klassement erwartet hatten. Sie präsentierte auf eindrucksvolle Weise ein reines Lieder- und Oratorienprogramm im Finale. Dies zeigt, dass der Concours Reine Elisabeth für Gesang doch wohl in erster Linie neue Opernstimmen sucht.

Nächstes Jahr ist der Wettbewerb für Violine ausgeschrieben.

Bilder: Nicolas Maeterlinck (belga)

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