Trauer um Rock’n’Roll-Legende Chuck Berry

Chuck Berry galt als Pionier des Rock'n'Roll, der nicht nur die Beatles und Rolling Stones beeinflusste. Seine Gitarrenriffs veränderten die Musik für immer.

Chuck Berry bei einem Konzert in Chicago im Dezember 2010

Chuck Berry bei einem Konzert in Chicago im Dezember 2010

Rock’n’Roll-Legende Chuck Berry ist tot. Der „geliebte Ehemann, Vater, Großvater und Urgroßvater“ sei am Samstag (Ortszeit) im Alter von 90 Jahren gestorben, hieß es am Sonntag auf der Internetseite des Musikers. „Obwohl sich seine Gesundheit in letzter Zeit verschlechtert hatte, verbrachte er seine letzten Tage zu Hause, umgeben von der Liebe seiner Freunde und Familie.“ Berrys Familie bat, in ihrer Trauer nicht gestört zu werden.

Wie die Polizei auf Facebook mitteilte, hatten ihn Rettungskräfte am frühen Nachmittag leblos in seinem Haus in der Nähe von St. Louis im US-Bundesstaat Missouri gefunden und ihn nicht wiederbeleben können. Die Polizei „bestätigt traurig den Tod von Charles Edward Anderson Berry Sr., besser bekannt als der legendäre Musiker Chuck Berry“, heißt es in der Mitteilung weiter.

Berry war noch bis in den August vergangenen Jahres aufgetreten und hatte auf seiner Webseite für dieses Jahr ein neues Album angekündigt – das erste nach fast 40 Jahren. Seine Hits wie „Roll Over Beethoven“, „School Day“, „Rock and Roll Music“, „Sweet Little Sixteen“ und „Johnny B. Goode“ gelten weltweit als Klassiker. Für sein Lebenswerk erhielt er einen Grammy und wurde in die Rock’n’Roll „Hall of Fame“ aufgenommen.

Viele Fans und Kollegen betrauerten den Tod des Musikers im Internet. „Ich bin so traurig zu hören, dass Chuck Berry gestorben ist“, schrieb Rolling Stones-Sänger Mick Jagger bei Twitter. „Ich möchte mich bei ihm für all die inspirierende Musik bedanken, die er uns gegeben hat. Er hat Licht in unsere Teenager-Jahre gebracht und uns davon träumen lassen, Musiker zu werden. Seine Texte haben andere überstrahlt und ein merkwürdiges Licht auf den amerikanischen Traum geworfen. Chuck, du warst großartig und deine Musik ist in uns für immer eingraviert.“

Der Musiker Bruce Springsteen bezeichnete Berry als „besten Fachmann, Gitarristen und puren Rock’n’Roll-Schreiber, der je gelebt hat“. Musiker John Mayer würdigte Berry als „Legende“. Autor Stephen King schrieb, die Nachricht habe sein Herz gebrochen: „Aber 90 Jahre alt ist nicht schlecht für Rock’n’Roll.“ Rocker Lenny Kravitz pries Berrys Einfluss auf die Musik: „Keiner von uns wäre ohne dich hier. Rock on, Bruder!“ Und der Comedian Marc Maron schrieb schlicht: „Der König ist tot.“

Der 1926 in St. Louis geborene Afroamerikaner galt als einer der Pioniere des Rock’n’Roll, als einer der größten Songschreiber und besten Gitarristen seiner Zeit. Er beeinflusste Musiker wie die Beatles, die Rolling Stones, die Beach Boys oder Bob Dylan. Berry habe den Rock’n’Roll zwar nicht erfunden, schrieb das US-Musikmagazin „Billboard“, aber: „Er hat ihn zu einer Geisteshaltung gemacht, die die Welt verändert hat.“

dpa/rkr - Bild: Timothy Hiatt/Getty Images/AFP

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