Hollywood-Glamour in Hamburg – Goldene Kamera vergeben

Hollywood-Star Colin Farrell spricht auf Deutsch zum Publikum. Prominente texten ein Lied für den gerührten Showmaster Dieter Thomas Heck und es gibt Anspielungen auf die jüngste Oscar-Panne. Die Verleihung der Goldenen Kamera hielt so manche Überraschung bereit.

Hollywood-Glamour in Hamburg: Bei der 52. Verleihung der Goldenen Kamera sind am Samstagabend die Besten der Film- und Fernsehbranche geehrt worden. Die Schauspieler Jane Fonda, Nicole Kidman und Colin Farrell sowie der britische Sänger Ed Sheeran wussten schon vorher von ihren Auszeichnungen. Andere mussten zittern: Die Jury entschied sich in den nationalen Kategorien für Lisa Wagner und Wotan Wilke Möhring als beste Schauspieler. Das Publikum wählte die „heute show“ zur gelungensten Satire-Sendung.

Ein bewegender Moment war die Ehrung von Showmaster-Urgestein Dieter Thomas Heck, der unter anderem von 1969 bis Ende 1984 die ZDF-„Hitparade“ präsentierte, für sein Lebenswerk (national). „Das ist das schönste Geschenk, das ich mir vorstellen kann, nach so langer Zeit, endlich diese Kamera in der Hand zu halten“, sagte der 79-Jährige, bevor er auf einem goldenen Thron Platz nahm. Dort wartete eine besondere Überraschung auf ihn: Prominente wie Roberto Blanco, Howard Carpendale und Barbara Schöneberger sangen auf die Melodien großer Hits einen Text über Hecks Leistungen.

Bereits zum 52. Mal wurde der Preis vergeben, Ausrichter ist die Funke Mediengruppe. Auch die TV-Journalisten Caren Miosga, Marietta Slomka und Peter Kloeppel wurden stellvertretend für ihre Redaktionen für die beste Information geehrt. Bester Fernsehfilm wurde „Auf kurze Distanz“ (Das Erste). „Morgen hör ich auf“ (ZDF) siegte in der Kategorie „Mini-Serie/Mehrteiler“.

Schauspieler Leonard Carow erhielt den Nachwuchspreis. Der 22-Jährige, der zuletzt im Film das „Das Tagebuch der Anne Frank“ zu sehen war, bedankte sich in einer bewegenden Rede für die Auszeichnung. Er gab seinen versammelten Kollegen etwas mit auf den Weg: „Wenn wir alle weiter danach streben, ehrliche, aber vor allem kompromisslose Filme zu drehen, dann kann die Welt nur besser werden.“

dpa/est

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