Dänen und Norweger wollen Asylgesetze verschärfen

Der dänische Ministerpräsident Lars Løkke Rasmussen kündigte am Mittwoch einen Vier-Punkte-Plan an, mit dem die Anzahl der Asylbewerber eingedämmt werden soll. Auch Norwegen plant, seine Asylgesetze zu verschärfen.

Løkke Rasmussen führt Sondierungsgespräche in Dänemark

Der dänische Ministerpräsident Lars Løkke Rasmussen

Der Flüchtlingsandrang bringt nun auch die skandinavischen Länder dazu, ihre Asylgesetze zu verschärfen. Der dänische Ministerpräsident Lars Løkke Rasmussen kündigte am Mittwoch einen Vier-Punkte-Plan an, mit dem die Anzahl der Asylbewerber eingedämmt werden soll. Zu den Maßnahmen zählen Einschränkungen bei der Familienzusammenführung, Verkürzung der Aufenthaltserlaubnis und der Bezüge für Asylbewerber sowie eine rigorosere Abschiebung abgelehnter Asylsuchender.

„Dänemark kann nicht für alle offen sein“, sagte Løkke Rasmussen. Die hohe Anzahl der Flüchtlinge habe Auswirkungen auf die Möglichkeiten, sie zu integrieren. In der letzten Woche waren mehr als 10.000 Flüchtlinge in Dänemark angekommen.

Auch Norwegen plant, seine Asylgesetze zu verschärfen. Am Freitag will Ministerpräsidentin Erna Solberg dem Parlament ein Paket von 15 Maßnahmen präsentieren, das im Wesentlichen dem dänischen entspricht. Die Norweger wollen vor allem erreichen, dass Asylbewerber, die zuvor in Russland gelebt haben, schnell wieder abgeschoben werden können.

dpa/fs/mg - Archivbild: Soeren Bidstrup (afp)

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