Frankreich will Wikileaks-Gründer Assange nicht aufnehmen

Der Gründer der Enthüllungsplattform Wikileaks, Julian Assange, hat um Aufnahme in Frankreich gebeten.

Der Gründer der Enthüllungsplattform Wikileaks, Julian Assange, hat um Aufnahme in Frankreich gebeten. In einem offenen Brief wandte sich Assange an den französischen Staatspräsidenten François Hollande. Nur Frankreich sei in der Lage, ihm den nötigen Schutz gegen die politischen Verfolgungen zu geben, deren Ziel er sei. Der Élyséepalast wies das Ansinnen umgehend zurück. Die Präsidentschaft teilte mit, die Situation von Julian Assange zeige keine unmittelbare Gefährdung. Zudem liege gegen ihn ein europäischer Haftbefehl vor.

Assange sitzt seit drei Jahren in der ecuadorianischen Botschaft in London fest. Dorthin war er geflüchtet, um einer Befragung zu Vorwürfen sexueller Vergehen in Schweden zu entgehen – er befürchtet, von Schweden an die USA ausgeliefert zu werden. Wikileaks hatte Tausende geheime amerikanische Botschaftsdepeschen veröffentlicht. Aktuell sorgt die Plattform mit Enthüllungen von Abhöraktionen des US-Geheimdienstes NSA gegen französische Präsidenten und deutsche Ministerien erneut für Schlagzeilen.

dpa/est

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