Sturmtief zieht über Europa hinweg

Nicht nur in Belgien, auch in anderen europäischen Ländern hat Sturmtief Thomas gewütet. Die britischen Inseln traf es besonders heftig. In Deutschland war vor allem Nordrhein-Westfalen betroffen.

Der Sturm trifft auf die britische Küste

Der Sturm trifft auf die britische Küste

Mindestens ein Todesopfer hat ein Orkan in Großbritannien gefordert. Die Frau habe tödliche Kopfverletzungen erlitten, als sie von einem umherfliegenden Trümmerteil getroffen wurde, teilte der Rettungsdienst am Donnerstag in der Stadt Wolverhampton am Donnerstag mit. Mehrere Menschen wurden durch umstürzende Bäume verletzt.

Britische Meteorologen sprachen wegen der besonderen Tiefdruckverhältnisse von einer „Wetterbombe“. Dabei führt ein schneller Luftdruck-Abfall im Zentrum eines Tiefs zu starken Winden.

Orkanböen mit Spitzengeschwindigkeiten von etwa 150 Stundenkilometern kappten die Stromversorgung von fast 80.000 Haushalten in Irland und Nordirland. In vielen englischen Städten fielen Flüge aus, allein in London-Heathrow mehrere Dutzend. Auch viele Züge und Fähren wurden vom Fahrplan gestrichen.

In Gärten flogen Trampoline durch die Luft. In Schottland verwandelte Schnee die Straßen in gefährliche Rutschbahnen, mehrere Schulen wurden geschlossen.

In Nordrhein-Westfalen war vor allem der Zugverkehr betroffen. Auf mehreren Strecken konnten zwischenzeitlich keine Züge fahren. Kurz vor dem Bahnhof Wuppertal stürzte ein Baum auf die Oberleitung und auf einen ICE. Die rund 70 Fahrgäste wurden aus dem Zug gebracht.

Aachen: Baum stürzt auf Thalys-Zug

Bei Aachen stürzte ein Baum auf einen Thalys-Zug. In Köln wurde ein Autofahrer von einem umstürzenden Baum schwer verletzt. In Bonn wurde eine Karnevalsparty auf dem zentralen Münsterplatz abgesagt. In Düsseldorf beendeten die Karnevalisten wegen des schlechten Wetters ihr Bühnenprogramm zu Altweiber vorzeitig.

Auf dem Amsterdamer Flughafen Schipol kamen die 59 Passagiere eines Flugzeuges mit dem Schrecken davon: Bei der Landung brach das Fahrwerk auseinander. Trotz Bruchlandung wurde niemand verletzt.

dpa/sh/est - Foto: Glyn Kirk/AFP

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