Rechtspopulist Wilders will Islam aus Niederlanden vertreiben

Am 15. März wählen die Niederlande ein neues Parlament. Der Rechtspopulist Wilders hat beste Aussichten. In seinem ersten großen TV-Interview zur Wahl enthüllt er seine Pläne für das Land.

Geert Wilders bei einer Veranstaltung des Vlaams Belang am 4. März in Brüssel

Der niederländische Rechtspopulist Geert Wilders will sich nach einem Wahlsieg seiner Partei im März für ein weitgehendes Verbot des Islam in seinem Land stark machen. „Die islamische Ideologie ist womöglich noch gefährlicher als der Nationalsozialismus“, sagte der Politiker im niederländischen Fernsehen am Sonntag in Den Haag. Er forderte erneut ein Verbot des Korans und die Schließung der Moscheen.

Es war das erste große TV-Interview des Rechtspopulisten vor der Parlamentswahl am 15. März. Nach Umfragen kann seine Partei für die Freiheit (PVV) mit rund 20 Prozent stärkste Kraft werden. Die meisten etablierten Parteien lehnen jedoch eine Zusammenarbeit mit ihm ab.

Dennoch forderte Wilders im Falle eines Wahlsieges die Beteiligung an einer Regierungskoalition. „Wenn die Wähler die PVV echt so groß machen, wie einige Umfragen vorhersagen, dann kommt man nicht um uns herum“, sagte der 53 Jahre alte Abgeordnete im etwa eine Stunde dauernden Gespräch mit dem rechtskonservativen TV-Sender WNL. Zurzeit ist die PVV mit 12 Abgeordneten (acht Prozent) im Parlament vertreten.

Wilders skizzierte angebliche Gefahren für die Niederlande durch eine „Islamisierung“ und „Massen-Immigration“. „Unser Land ist gekapert, und wir müssen es zurückerobern.“ Den Koran verglich er mit Adolf Hitlers „Mein Kampf“ und Moscheen mit „Nazi-Tempeln“, in denen täglich zu Hass und Gewalt aufgerufen werde. „Wir tun unserem Rechtsstaat einen Gefallen, wenn wir das nicht mehr zulassen“, sagte er. Etwa sechs Prozent der rund 17 Millionen Einwohner der Niederlande sind Muslime.

Nach britischem Vorbild strebt auch Wilders den Austritt der Niederlande aus der EU an. Er fordert auch die Wiedereinführung der Grenzkontrollen.

dpa/rkr/est - Archivbild: Dirk Waem/BELGA

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20 Kommentare
  1. Marcel Scholzen eimerscheid

    Dann muss er den Koran aber gut kennen, um so eine Aussage machen zu können. Der Koran ist in Arabisch geschrieben. Kann Wilders diese Sprache ? Dieser postfaktische Maulaffe wird danach sicher Bibel und Tora verbieten, weil auch dort Schlimmes drin geschrieben steht.

    Er will wahrscheinlich mit diesem gefährlichem Gerede nur davon ablenken, dass er kein „reinrassiger Germane“ ist.

  2. Peter Seifert

    Will Mijnheer Wilders einen Glaubenskrieg anzetteln??
    Mit einem Religionsverbot ist terroristischem Gedankengut nicht bei zu kommen,dagegen kann (m.E.) nur Bildung,Bildung und nochmals Bildung helfen.
    Und: wollen die Niederlande wirklich auf den Handel mit Muslimen verzichten? Als alte Kaufmannsnation ist das wohl schlechterdings nicht möglich,

  3. Mario Meis

    Herr Scholzen,der Koran ist auch in anderen Sprachen erhältlich und es ist jedem, der so wie Sie denken, anzuraten,darin zu lesen und damit zu erfahren, wie diese Leute „ticken“; denn dort wird der „Glaube“ richtig beschrieben.
    Herr Wilders hat das alles schon gut begriffen und hoffentlich sind die Niederländer so gescheit,ihn zu wählen.
    Zu beleidigen ist sehr leicht, aber setzen Sie sich bitte mal mit dem Islam auseinander und es ist wirklich keine Spinnerei von der Islamierung Europas
    zu sprechen.Schauen Sie sich mal die Länder , in denen der Islam die Mehrheit der Bevölkerung stellt…
    Muß ich da mehr sagen?

  4. Marcel Scholzen Eimerscheid

    Werter Herr Meis,
    Das Problem mit den Koran-Übersetzungen besteht darin, dass diese nur ungenau den Inhalt wiedergeben. Dies da der Koran in einem sehr alten Arabisch geschrieben ist. Das ist das Problem mit jeder Übersetzung. Es ist nie das gleiche, wie das Original, nur eine Annäherung. Wilders hat dann sicher eine niederländische Koran-Übersetzung und eine niederländische Mein-Kampf-Übersetzung miteinander verglichen. Eigentlich totaler Quatsch. Wie kann man Birnen mit Äpfeln vergleichen ?
    Wilders muss ein ängstlicher Mensch sein, wenn er 6 % der Bevölkerung für gefährlich hält. Im Umkehrschluss müsste man ja meinen, dass die anderen 94 % ungefährlich sind. Der Mann redet einfach viel Blech, um die Wahlen zu gewinnen.
    Zugegeben, es gibt mehr praktizierende Moslems wie Christen. Daraus kann man keine organisierte Islamiesierung Europas herleiten. Einfach weil die Moslem zu unterschiedlich sind. Dies ist auch der Grund für den syrischen Bürgerkrieg.

  5. rudi nikklas

    MM
    @ Herr Wilders hat das alles schon gut begriffen und hoffentlich sind die Niederländer so gescheit,ihn zu wählen !!!!!!!!!!!!!!!

    es tut weh, solche „Kommentare“ zu lesen und dabei zu wissen, dass der Kommentator wahrscheinlich noch im Besitz aller bürgerlichen Rechte ist . . . . .

  6. dieter leonard

    @Mario Meis
    Ich lege Ihnen 10 Auszüge aus der Bibel und 10 aus dem Koran vor. Sie werden mir nicht sagen können, woraus diese Zitate stammen.
    Sie finden im Koran und der Bibel alles was sie finden wollen. Menschenverachtende Gewalt und barmherzige Liebe.
    Aber vielleicht machen wir es mit Wilders so, wie sie es mit Trump vorschlugen. Lassen wir ihn doch erstmal regieren. Das Ergebnis ist im Weißen Haus zu besichtigen und es wird jeden Tag chaotischer.

  7. WOLF HANS MARDER

    Unsere Verfassungen sind da weiter. Danach herrscht Glaubenfreiheit. Da kann Herr W. noch so viel versprechen oder fordern; .Er kann das nicht ändern.

    Richtig ist stattdessen, dass jeder, ob Einwanderer, Asylanten, Flüchtlinge, Touristen, EU-Arbeitnehmer, „Ureinwohner“, sich an unsere Gesetz halten muss. Darauf sollten wir verstärkt achten; Das reicht dann aber auch.

  8. Eckehardt von Doelm

    @Herr Scholzen
    Das Problem mit den Koran-Übersetzungen besteht darin, dass diese nur ungenau den Inhalt wiedergeben. Dies da der Koran in einem sehr alten Arabisch geschrieben ist. Weshalb ihn auch heutige Arabischsprachige über weite Strecken nicht lesen können und nicht besser dastehen als Leser von Übersetzungen..
    @Herr Marder: Die Glaubensfreiheit endet, wo sie mit anderen Verfassungsbestimmungen kollidiert. Das ist bei der Scharia häufig der Fall. Insofern hat Herr Wilders recht: Man mag glauben, was man will. Der politische Islam ist verfassungswidrig und gehört verboten. Man beobachte die Vorgänge bzgl. DiTib in Deutschland.

  9. Dieter Leonard

    @Eckehardt von Doelm
    Wilders fordert ein Verbot des Islam generell (nicht nur des politischen Islam) und eine Schließung der Moscheen.
    Dann aber bitte alle Religionen verbieten und alle Kirchen schließen.

  10. Marcel Scholzen eimerscheid

    Werter Herr von doelm

    Es gibt keinen politischen Islam. Das ist westliches Wunschdenken. Im Islam sind Politik und Religion nicht getrennt wie im Christentum. Der Prophet Mohammed war gleichzeitig Feldherr und Religionsgruender. Die Kalifen als Nachfolger Mohammeds gleichzeitig Staats und Religionsoberhaupt. Zur Zeit gibt es allerdings keinen allgemein anerkannten Kalifen. Attatuerk hat den letzten vor fast Hundert Jahren abgesetzt.

  11. Jean-Pierre DRESCHER

    Antisemitische Hasspolitiker à la Wilders, Le Pen, NV-A-Politiker beim FÖD, et al. sind die braune Brut die ohne die Merkel-Schulz-Politik in der BRD niemals eine Chance gehabt hätten, den braunen Terror den man seit 1945 für überstanden geglaubt hätte, in den EU-Nachbarstaaten von der BRD wieder fächendeckend regierungsfähig zu machen.

  12. Dieter Leonard

    Die Merkel-Schulz-Politik in der BRD hat dazu geführt, das es in den Niederlanden, Belgien, Frankreich,… ein braune, antisemitische Brut gibt. Aha !
    Dies können sie sicher auch näher erklären Herr Drescher, oder ?
    Und bitte erklären sie dann auch, warum sie letztens behaupteten, 2015 habe es 1,6 Millionen Asylanträge in Deutschland gegeben. (Es waren 890.000).
    Fake-News, Hetze und Verschwörungstheorien sind demokratiezersetzend Herr Drescher. Als Kenner des braunen Terrors sollten sie dies wissen.

  13. Mario Meis

    Herrn Leonard,dann legen Sie mir bitte mal 10 Verse aus dem Neuen Testament der Bibel und des Korans vor.
    Man kann den Gott der Liebe sowieso nicht mit einem Gott, der undefierbar ist
    und keine Beziehung zu den Menschen hat, vergleichen.
    Wer ist denn in der Flüchtlingskrise in der Nächstenliebe aufgerufen:
    Es sind die Christen!
    Warum nehmen die moslemisch geprägten Länder kaum Glaubensgeschwister
    auf?

  14. Mario Meis

    Herr Nikklas,
    ob Sie es glauben oder nicht, die Partei von Herr Wilders ist zu den Wahlen zugelassen und warum es mal nicht mit diesen versuchen,die anderen linken Parteien habe alle versagt und mit meiner Meinung bin ich nicht allein in dem einst so toleranten Niederlanden.Wenn Wilders nur eine Randfigur wäre, würden wir
    nicht hier so diskutieren.

  15. Dieter Leonard

    @M. Meis
    Wie Herr Drescher sollten auch sie die Fakten kennen und bei der Wahrheit bleiben bevor sie Fake-News verbreiten.
    In den muslimisch geprägten Ländern Jordanien, dem Libanon, der Türkei, dem Irak und Ägypten wurden bisher rund 5 Millionen syrische Kriegsflüchtlinge aufgenommen. In christlichen Europa noch nicht einmal 1 Millionen. Noch Fragen ?
    Ich hätte noch eine: wer ist ihr Gott der Liebe und welcher Gott ist undefinierbar und hat keine Beziehung zu den Menschen ?
    (PS. Ob die Christen dies nun wahrhaben wollen oder nicht, auch das alte Testament ist Bestandteil der Bibel)

  16. Marcel Scholzen eimerscheid

    Werter Herr Meis,
    Die meisten syrischen Flüchtlinge haben die Nachbarstaaten Syriens aufgenommen und nicht die europäischen Länder.

  17. Ernst Mathieu

    Herr Jean Pierre Drescher, Sie bedienen sich genau der gleichen Mittel und des gleichen Vokabulars wie die braune Brühe die Sie hier beklagen, um demokratische undanständige Politiker zu denunzieren, (bevorzut solche aus Deutschland). Sie lügen und stellen unhaltbare Behauptungen auf. Sie haben sich schon einmal entschuldigen müssen. Dies sollten Sie bei fast jedem Ihrer Beiträge tun, denn diese triefen meist vor Hass und verunglimpfen den Anstand und die Wahrheit.
    Der BRF sollte sich seiner Verantwortung bewust werden und nicht zulassen, dass jeder Hetzer sein Gift hier verbreiten kann.

  18. Werner Radermacher

    Herr Drescher, für das Wählerverhalten in den Niederlanden, Belgien und Frankreich sind die etablierten Parteien und Politiker in diesen Ländern verantwortlich, und nicht Frau Merkel oder Herr Schulz.

  19. rudi nikklas

    Herr Meis,
    es sind 80 Millionen und mehr hinter Herrn Hitler ´hergelaufen !!
    War´s deswegen gut, was er angerichtet hat ??

  20. Dieter Leonard

    @Ernst Mathieu
    Sie haben vollkomen recht.
    Die Verantwortlichen von Internet-Foren konnten sich bisher zurücklehnen und mit einem Auge auf die Wahrung irgendeiner Netiquette achten.
    Diese Zeiten sind längst vorbei. In dem Maße, in dem in Foren Hass, Hetze, Verschwörungstheorien und Fake-News verbreitet werden, um Stimmung gegen Einzelne oder ganze Bevölkerungsgruppen zu machen oder einfach nur um die Meinungsbildung in eine bestimmte Richtung zu lenken, im gleichen Maße muss ein Forenbetreiber – erst recht, wenn es sich um einen öffentlich-rechtlichen Sender handelt – sich mit den verbreiteten Inhalten auseinandersetzen.
    Dies ist keine Frage von Zensur, sondern von „Klare Kante zeigen“ gegen demokratiezersetzende Umtriebe. In zahlreichen Redaktionen sind heute sogenannte Faktenchecker unentbehrlich, um bewusst verbreitete Fake-News auszusortieren.
    Zumindest müsste dem BRF daran gelegen sein, dass in seinem Forum „Alternative Fakten“ als solche erkannt und benannt werden. Diese notwendige Erkenntnis und Entwicklung muss der BRF (von anderen Foren ganz zu schweigen) erst noch durchlaufen.

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