Neue Syrien-Sanktionen der USA – Kritik aus Moskau

Die USA haben ihre Sanktionen gegen die syrische Führung um mehrere Minister sowie um Manager einer russischen Bank erweitert. In Moskau stieß die Maßnahme auf harte Kritik.

Die scheidende Regierung von Präsident Barack Obama habe den Blick für die Realität verloren, hieß es in einer Mitteilung des Außenministeriums in Moskau vom Samstag. Russland und Syrien würden bestraft, obwohl die Welt nach dem Terroranschlag in Berlin und dem Mord am russischen Botschafter in der Türkei enger zusammenrücken sollte.

„Die täglichen Attacken der syrischen Regierung von Baschar al-Assad auf Zivilisten sind verwerflich“, sagte US-Vizefinanzminister Adam Szubin. Die USA untersagten Geschäftsbeziehungen zu den syrischen Ministern für Finanzen, Öl, Telekommunikation, Information und Industrie sowie zum Zentralbankchef. Außerdem kamen neun Manager der russischen Tempbank wegen ihrer Geschäftsbeziehungen zu Syrien auf die Strafliste.

Erst am Mittwoch hatten die USA ihre Sanktionen gegen Russland wegen der Annexion der ukrainischen Halbinsel Krim 2014 ausgedehnt. „Wir sind mit Sanktionen nicht zu bezwingen“, hieß es in der Mitteilung des russischen Außenministeriums.

dpa/fs

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