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Quelle: http://brf.be/brf/ratgeber/garten/schildlauese-hartnaeckige-schaedlinge-der-zimmerpflanzen
Schildläuse: Hartnäckige Schädlinge an Zimmerpflanzen
Gefahren im Wohnzimmer: Schildläuse, Spinnmilben und Wollläuse
Besonders im dunklen Winterhalbjahr leiden unsere Zimmerpflanzen, überwinterte Kübelpflanzen und vor allem die Grünpflanzen unter dem Befall hartnäckiger Schädlinge, die den Pflanzen stark zusetzen.
Begünstigt durch die trockene Heizungsluft kommt es sehr oft bei Zimmerpflanzen zur rasanten Ausbreitung von saugenden Insekten, insbesondere von Schildläusen, Spinnmilben oder Wollläusen.
Zu den hartnäckigsten Schädigern der Zimmerpflanzen gehören die Schildläuse, die insbesondere an hartlaubigen Arten vorkommen, jedoch keinen Halt vor allem anderen Grün auf der Fensterbank machen.
Bemerkt werden die lästigen Pflanzensauger erst dann, wenn sie in größeren Mengen vorkommen und wenn der ausgeschiedene Zuckersaft, der von den Fachleuten als Honigtau bezeichnet wird, die Blätter glänzend klebrig erscheinen lässt sowie die Fensterbank oder den Fußboden mit der klebrigen Substanz überzieht.
Zuckersaft lässt Böses ahnen
Doch damit nicht genug, denn diese Zuckerlösung wird von dem so genannten Russtaupilz auch Schwärzepilz genannt, besiedelt.
Dies sieht nicht nur unschön aus, sondern beeinträchtigt durch reduzierten Stoffwechsel der Pflanze das Wachstum. Schon bald merkt der Pflanzenfreund, dass der Belag mit einfachem Abreiben oder gar mit reinigenden Flüssigkeiten nicht zu entfernen ist. Der Sache muss also auf den Grund gegangen werden.
Auf der Blattunterseite können dann die Übeltäter entdeckt werden. Schildläuse, und da treten verschiedene Schildlausarten auf, haben unterschiedliches Aussehen in Form, Größe und Farbe. Typisch für die Arten der Napf- oder Deckelschildläuse sind buckelartige, schildförmige Erhebungen von meist brauner Farbe, die maximal 1,5 bis 2 Milimeter groß werden.
Die Besiedlung findet meist auf der Blattunterseite, entlang von Blattnerven statt, so dass auch dies ein Entdecken erschwert. Bei fortschreitendem Befall sind auch die Blattoberseiten und die Stängel betroffen.
Ungiftige Waffen: Rapsöl oder Paraffinöl
Die Entwicklung der Schildläuse geht so von statten, dass die Muttertiere ihre Eier unter diesen Deckeln und Schilden ablegen und auch anschließend die geschlüpften Jungtiere vor Feinden geschützt sind. Die sehr beweglichen Jungtiere, auch „Krabbler“ genannt, suchen im Laufe ihrer Entwicklung eine geeignete Stelle, um sich dort wiederum als unbewegliches Stadium auf der Blattoberhaut festzusetzen.
Die Schädigung der lästigen Tiere erfolgt auf zwei Arten. Zum Ersten werden Inhaltsstoffe der Pflanze besaugt, wobei der Pflanze über ein Speichelsekret der Schildläuse spezielle Pflanzengifte zugeführt werden, die zur Deformation von Blättern und Trieben führen können. Zum Zweiten tritt bei einem Befall der bereits erwähnte Russtau auf.
Eine Bekämpfung der hartnäckigen Schädlinge ist mit natürlichen und ungiftigen Präparaten auf der Basis von Rapsöl oder Paraffinöl möglich, die im Fachhandel einsatzfertig erhältlich sind. Jedoch sollte die Verträglichkeit der Ölpräparate an wenigen Pflanzenteilen wie einem Blatt oder Blattwedel festgestellt werden. Starke Schädigungen können hier beispielsweise bei Farnen, Usambaraveilchen oder Gloxinien auftreten.
Chemie-Spritze
Auch eine chemische Bekämpfung der Schildläuse ist möglich. Geeignet sind systemische Präparate mit dem Wirkstoff Imidachloprid oder Thiachloprid. Die Ausbringung der Bekämpfungsmittel erfolgt über Spritzen, Streuen oder Gießen sowie auch über die Anwendung von Insektizidstäbchen, die in vorgeschriebener Anzahl in die Pflanzerde gesteckt werden.
Dies funktioniert jedoch nur bei Pflanzen, die sich im Wachstum befinden. Der Wirkstoff wird von den Pflanzen aufgenommen und über die Leitungsbahnen verteilt. Diese Anwendung birgt bei sachgemäßer Anwendung keine Gefahren und kann in geschlossenen Räumen bedenkenlos angewendet werden.