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Chevrolet Cruze
Mit einem Jahresabsatz von rund 4,5 Millionen Fahrzeugen ist Chevrolet die Kernmarke im GM-Konzern und kann auf eine fast 100-jährige Geschichte zurückblicken. 1911 gründete der Schweizer Rennfahrer Louis Chevrolet die Firma, die allerdings sehr schnell (schon 1918) vom GM-Konzern übernommen wurde.
Am Anfang stand der Motorsport. Der ist auch heute noch in der Tourenwagen-Weltmeisterschaft ein hervorragender Werbeträger und dürfte sicherlich dazu beitragen, den Bekanntheitsgrad gerade auch auf dem europäischen Markt zu steigern. Hier nutzte General Motors im Jahr 2005 die Übernahme der Autosparte des südkoreanischen Herstellers Daewoo, um den neuen Markennamen Chevrolet in Europa zu festigen.
Trotz anfänglicher Skepsis ist die Rechnung aufgegangen: In den letzten vier Jahren konnte der Absatz in Europa mehr als verdoppelt werden. Sogar im Krisenjahr 2009 konnte Chevrolet zulegen. Und das in wichtigen Märkten wie Frankreich oder Deutschland, die neben Russland, Italien und Spanien zu den Volumenmärkten zählen.
Und die Zeichen stehen weiter auf Wachstum: dazu sollen auch neue Modelle beitragen. So ist beispielsweise die neue Kompaktlimousine Cruze hervorragend angelaufen.
Elegant und geräumig
Der Cruze nutzt die Plattform des neuen Opel Astra. Auffallend im Vergleich zu früheren Fahrzeugen ist die dynamische elegante Linienführung mit dem markanten Coupé-Styling. Doch die viertürige Limousine soll auch neue Qualitätsstandards setzen. Weg vom Billig-Image, bei allerdings nach wie vor sehr gutem Preis-Leistungsverhältnis.
Fließende, harmonische Linien auch im Innenraum - und vor allem reichlich Platz. Und das auch im Fond - allerdings wirkt sich die Coupé-Linienführung nachteilig auf die Kopffreiheit aus. Hervorzuheben die gute Sitzposition, die Sitze bieten ausreichend Seitenhalt. Weniger gelungen ist die Ablesbarkeit der Instrumente. Dabei ist das Cockpit übersichtlich gestaltet.
Während frühere Modelle fahrdynamisch kaum überzeugen konnten, ist das beim Cruze anders. Die Karosserie ist verwindungssteifer. Fahrwerk, Bremsen und Lenkung des Cruze wurden in Europa entwickelt und erprobt, um sie für den europäischen Geschmack zu optimieren. Die Lenkung ist präzise und bietet genügend Rückmeldung.
Aber dennoch: Sportlichkeit ist weniger die Domäne des Cruze. Vielmehr überzeugt er im täglichen Verkehr mit seiner Ausgewogenheit. Das gilt auch für den Dieselmotor. Der 125 PS starke zwei Liter-Turbodiesel mit Common-Rail-Einspritzung ist abgesehen von einer leichten Anfahrschwäche ausreichend durchzugsstark, tritt allerdings akustisch stark in den Vordergrund, besonders in der Kaltstartphase.
Punkte für die Ausstattung
Beim Insassenschutz trumpft der Cruze mit einer 5 Sterne-Bewertung im Euro-NCAP-Crashtest auf. Auch das elektronische Stabilitätsprogramm ESC gehört zur Grundausstattung. Überhaupt ist der Cruze sehr komplett ausgestattet. So fällt die Aufpreisliste eher spärlich aus.
Der Kunde hat die Wahl zwischen zwei Ausstattungen und drei Motoren: einem 1,6 Liter Benziner mit 113 PS, neu im Angebot ist ein 1,8 Liter Benziner mit 141 PS und dann gibt es den 2 Liter Turbodiesel in zwei Leistungsstufen mit 125 oder 150 PS.
Der Einstiegspreis bei Benziner beträgt 16.999 Euro. Der Diesel ist ab 18.499 Euro erhältlich.